Mittelständische Beteiligungsgesellschaften: 182 Mio. Euro für mehr als 800 kleine und mittlere Unternehmen

Im Jahr 2017 investierten die Mittelständischen Beteiligungsgesellschaften (MBG‘en) 151 Mio. €. in mittelständische Unternehmen. „Über diese aus der eigenen Bilanz getätigten Investments hinaus sagten die MBG‘en weitere 31 Mio. € über Programme zu, die sie als Geschäftsbesorger verwalten“, hebt Peter Pauli, Geschäftsführer der BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft und Vorstandsmitglied im BVK hervor. Damit haben die im Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) organisierten 15 Mittelständischen Beteiligungsgesellschaften ihre Rolle als wichtiger Eigenkapitalpartner für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) untermauert.

Die Mittelständischen Beteiligungsgesellschaften gehören zu den aktivsten Beteiligungsgesellschaften in Deutschland. Mit den selbst bereit gestellten 151 Mio. € wurden 487 Beteiligungen übernommen (2016: 185 Mio. €, 578 Beteiligungen). Sie unterstützen Unternehmen zudem mit verschiedenen regionalen Beteiligungsfonds und dem Mikromezzanin-Programm des Bundeswirtschaftsministeriums, aus dem Existenzgründer und kleine Unternehmen bis zu 50.000 € erhalten. Allein aus diesem wurden im letzten Jahr weitere rund 320 Kleinstunternehmen mit 11 Mio. € finanziert. Somit konnten insgesamt mehr als 800 Beteiligungen direkt oder über die diversen Programme umgesetzt werden.

Partner des Mittelstandes

Mittelständische Beteiligungsgesellschaften investieren seit mehr als 40 Jahren in kleine und mittlere Unternehmen in der Regel mit stillen Beteiligungen (eigenkapitalnahes Mezzanine-Kapital) oder Minderheitsbeteiligungen. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem Wachstumsprojekte und Unternehmensnachfolgen, aber auch Start-Ups und Gründungen. Seit ihrem Bestehen finanzierten die Gesellschaften zusammen rund 15.000 Unternehmen mit mehr als 4,3 Mrd. €. Aktuell sind die MBG’en an mehr als 2.900 Unternehmen mit knapp 1 Mrd. € beteiligt. Als Selbsthilfeeinrichtungen der regionalen Wirtschaft investieren sie im eigenen Bundesland und sind als eng mit ihrer Region verbundene Kapitalgeber wettbewerbsneutral aufgestellt. „Die von den MBG-Investments finanzierten Mittelständler beschäftigen 150.000 Mitarbeiter und weisen einen Umsatz von über 28 Mrd. € aus“, unterstreicht Pauli die Bedeutung der MBG’en für den Mittelstand.

Eigenkapitalausstattung sichern

Im Mittelstand besteht weiterhin ein hoher Finanzierungsbedarf, der nicht allein durch Kreditfinanzierungen oder Eigenmittel gedeckt werden kann. Die Umsetzung von Wachstumsplänen und Investitionsvorhaben, wie z.B. Digitalisierungsprojekte, wird maßgeblich auch von der Verfügbarkeit von (wirtschaftlichem) Eigenkapital abhängen. „Trotz günstiger Kreditfinanzierungen ist eine ausreichende Eigenkapitalausstattung notwendig, denn sie erweitert Finanzierungsspielräume und wappnet die Unternehmen gegen Änderungen im Finanzierungsumfeld“, gibt Ulrike Hinrichs, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des BVK zu bedenken. Dabei bieten die MBG’en und die in den meisten Bundesländern mit ihnen verbundenen Bürgschaftsbanken den Unternehmen ein umfangreiches Finanzierungsangebot. „Das Kapitalangebot der MBG’en richtet sich an ein breites Spektrum von kleinen und mittelständischen Unternehmen, aber auch an Start-ups“, ergänzt Pauli.

Weitergehende Informationen zu den MBG’en und ihrem Finanzierungsangebot sind unter www.mbg-beteiligungskapital.de abrufbar. Die MBG'en sind Mitglied im Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften und im Verband Deutscher Bürgschaftsbanken (VDB).

Die Aktivitäten der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaften werden mittels einer separaten Befragung außerhalb der regulären BVK-Statistik erfasst. Die Statistik für den gesamten deutschen Beteiligungskapitalmarkt wurde Ende Februar veröffentlicht und steht unter www.bvkap.de zum Download.