Studien

In dieser Rubrik stellen wir verschiedene Studien wissenschaftlicher und anderer Institutionen zum Thema Private Equity vor. Einen umfassenderen Überblick über weitere Studien und Publikationen zu Private Equity finden Sie in unserer Literaturliste.

Der Tenor der Studie von Prof. Dr. Christoph Kaserer (TU München) und Dr. Wolfgang Schulz (Direktor des Hans-Bredow-Instituts für Medienforschung) lautet, dass die Strategien von Finanzinvestoren sich im Kern nicht von den Strategien strategischer Investoren unterscheiden. Das Gutachten ruft zur Versachlichung der bisher sehr emotional geführten und oft mit Vorurteilen behafteten Debatte um Private Equity auf. Im Zentrum der Analysen standen die Fallstudien ProSiebenSat.1, Premiere und Kabel Deutschland. Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass das Engagement von Private Equity zu einem deutlich gestiegenen Cashflow bei den Unternehmen geführt hat, der nicht primär auf kurzfristige Kostensenkungen zurückzuführen ist. Die Studie widerlegt zudem, dass der Einstieg von Private Equity-Gesellschaften bei Medienunternehmen in der Regel zu einer Einschränkung des Programmangebots führt.

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Eine Zunahme der Private Equity-Investitionen in Deutschland würde zu einem höheren Wirtschaftswachstum führen. Zu diesem Ergebnis kommt Deutsche Bank Research, der Think Tank der größten deutschen Bank, in zwei Studien zum Thema Beteiligungskapital. Steigt der Anteil von Buy-Out-Investitionen im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt um 0,1 Prozentpunkte, steigt das reale Wirtschaftswachstum um 0,21 Prozentpunkte. Bei einer entsprechenden Steigerung der Venture Capital-Investitionen würde das Wachstum des BIP um 0,44 Prozentpunkte und bei den Frühphasen-Investitionen sogar um 1,02 Prozentpunkte erhöht. Könnte der deutsche Venture Capital-Sektor mit den durchschnittlichen Venture Capital-Investitionen im Verhältnis zur Wirtschaftskraft in Europa gleichziehen, könnte das Wirtschaftswachstum hierzulande statistisch gesehen um 0,25 Prozentpunkte gesteigert werden. DB Research untersuchte für seine Studie 20 europäische Länder im Zeitraum von 1994 bis 2005.

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Laut der Studie des Private Equity Councils haben Transaktionen großer Private Equity-Gesellschaften in den USA zwischen 2002 und 2005 nicht für ein gesunkenes Beschäftigungsniveau gesorgt. Der Studie zufolge beschäftigen Firmen zwei Jahre nach ihrem Erwerb durch Private Equity-Gesellschaften zwar 7 % weniger Mitarbeiter als vergleichbare Unternehmen. Danach allerdings werden auch bei Unternehmen in Private-Equity-Hand wieder mehr Leute eingestellt, so dass sich die Unterschiede nach vier bis fünf Jahren aufheben. Zudem kreierten Private-Equity-Gesellschaften auch deutlich mehr neue Stellen. Bereits zwei Jahre nach dem Einstieg der Investoren sind 15 % der Jobs neu.

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Laut der Studie des niederländischen Private Equity-Verbandes (NVP) in Zusammenarbeit mit Ernst&Young wachsen Unternehmen nach einem Buy-Out stärker als andere Unternehmen. Grund ist, dass nach einem Buy-Out sowohl in strategischer als auch in finanzieller Hinsicht neue Entscheidungen gefällt werden. Dies hat positiven Einfluss auf Beschäftigung und Umsatz eines Unternehmens. So bestätigt eine deutliche Mehrheit der insgesamt 70 Teilnehmer der Studie, dass in Private Equity-finanzierten Unternehmen deutlich mehr Arbeitsplätze geschaffen werden.

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Die Studie untersucht die Kursentwicklung und langfristigen Renditen von Private Equity-finanzierten Börseneinführungen in Deutschland und Großbritannien. Für Deutschland wurden 138 Private Equity-finanzierte Börsengänge mit einer Kontrollgruppe von 383 anderen Börseneinführungen zwischen Januar 1990 und Juni 2007 verglichen. Der deutsche Bericht zeigt, dass ein Investment mit einem festen Prozentsatz an jedem Private Equity-finanzierten Börsengang über die letzten neun Jahre den Markt deutlich geschlagen hätte. Bestätigt werden konnte die Annahme, dass Private Equity-Gesellschaften langfristig einen beachtlichen Shareholder Value schaffen. Widerlegt wurden dagegen die Annahmen, dass Private Equity-Manager die Kenntnis ihrer Beteiligungen missbrauchen und ihre Börsengänge aufbauschen, um einen überhöhten Emissions-Preis zu erzielen und Private Equity-Fonds ihre Beteiligungen mit zu viel Fremdkapital belasten, ihnen zu viele Barmittel entziehen und zu schnell den Börsengang forcieren, ohne dass dabei nachhaltiger Wert beim Unternehmen geschaffen wurde.

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Deutschlands Familienunternehmen öffnen sich allmählich für Private Equity-Investoren. Wie aus der Studie hervor geht, rechnen über 70 % der Entscheidungsträger in den nächsten fünf Jahren mit einem wachsenden Einfluss von Beteiligungskapital auf Unternehmen in Familienbesitz. Trotz der zunehmenden Öffnung gegenüber den privaten Investoren bleiben jedoch auch Bedenken bei den Familienunternehmern bestehen. PwC verweist auch auf den kaum lösbaren Zielkonflikt zwischen der gewünschten unternehmerischen Eigenständigkeit und dem Mitbestimmungsanspruch externer Investoren. Daher werden sich Familienunternehmen in erster Linie erst dann für Beteiligungskapital interessieren, wenn sie notwendige Investitionen nicht auf andere Weise finanzieren können. Für die Studie führte PwC strukturierte Interviews mit 89 Entscheidungsträgern familiengeführter Unternehmen. An fünf der Unternehmen sind Private Equity-Gesellschaften beteiligt.

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Deutsche Automobilzulieferer haben mit Private Equity-Gesellschaften mehrheitlich gute Erfahrungen gemacht. Mehr als ein Drittel der befragten Zulieferunternehmen bewerten die Zusammenarbeit als sehr gut. Grundlage der Studie ist eine Befragung deutscher Automobilzulieferer und von Beteiligungsgesellschaften, die an deutschen Automobilzulieferern beteiligt sind oder waren. Demnach steigerten 61 % der Unternehmen nach dem Einstieg eines Private Equity-Investors ihren Umsatz, annähernd zwei Drittel stellten sogar mehr Mitarbeiter ein und 70 % erhöhten ihr Investitionsvolumen. Über die Hälfte der befragten Autozulieferer geht davon aus, dass sich ihr Unternehmen ohne Private Equity langsamer entwickelt hätte.

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Das Gutachten enthält zahlreiche Handlungsempfehlungen zur Neugestaltung der Rahmenbedingungen für Private Equity zur Stärkung der deutschen Wirtschaft. Autoren sind neben den TUM-Professoren und Leitern des Münchner Centers for Entrepreneurial and Financial Studies (CEFS) Christoph Kaserer und Ann-Kristin Achleitner, Professor Dirk Schiereck von der European Business School sowie Rechtsanwalt Dr. Christoph von Einem von der Anwaltssozietät White & Case in München. Das Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass privates Beteiligungskapital durch strategische und operative Maßnahmen deutlich profitablere Unternehmen schafft und die Wettbewerbsfähigkeit der so finanzierten Unternehmen in Deutschland nachhaltig stärkt. Anhand mehrerer Fallstudien Private Equity-finanzierter Unternehmen werden Vor- und Nachteile dieser Investitionsart abgewogen. Die Gutachter schlagen flankierend zur Unternehmenssteuerreform die kurzfristige Auflage eines Beteiligungsfinanzierungsgesetzes als Weiterentwicklung des Gesetzes über Unternehmensbeteiligungsgesellschaften (UBGG) vor. Im Vordergrund sollte dabei die Herstellung einer gesicherten steuerlichen Transparenz von Private Equity-Fonds und die Beseitigung der steuerlichen Diskriminierung von in Deutschland ansässigen Fonds insbesondere gegenüber den in anderen EU-Mitgliedstaaten angesiedelten Fonds stehen.

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Der französische Private Equity-Verband AFIC hat in der Studie die Auswirkungen von Buy-Outs auf die Entwicklung der übernommenen Unternehmen untersucht. Demnach erreichten die übernommenen Unternehmen ein durchschnittliches Umsatzwachstum, das deutlich über dem nationalen Vergleichswert liegt. Zudem stiegen die Beschäftigtenzahl der Unternehmen sowie die Gehälter deutlich an, und die Mitarbeiter von Buy-Out-Unternehmen profitierten öfter von weiteren Einkommensbestandteilen wie Beteiligungen, Aktienoptionen und Altersvorsorgeplänen.

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Für mittelständische Unternehmen in Deutschland sind Bankkredite traditionell die wichtigste externe Finanzierungsquelle. Daneben hat aber die Bedeutung von Beteiligungskapital in Deutschland in den letzten zehn Jahren stark zugenommen. Die Studienergebnisse basieren auf einer Befragung deutscher Beteiligungsgesellschaften im Herbst 2005. Demnach hat der Zusammenbruch der New Economy zu einer Verschiebung der Marktaktivität weg von der Früh- und hin zur Spätphasenfinanzierung und damit zu einer Neuausrichtung vieler Beteiligungsgesellschaften geführt. Beteiligungsgesellschaften finanzieren seltener Unternehmensgründungen oder sehr junge Unternehmen und dafür häufiger Unternehmen, die bereits länger bestehen.

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