Studien

In dieser Rubrik stellen wir verschiedene Studien wissenschaftlicher und anderer Institutionen zum Thema Private Equity vor. Einen umfassenderen Überblick über weitere Studien und Publikationen zu Private Equity finden Sie in unserer Literaturliste.

Die Unternehmensberatung SMB Consultants hat zwischen 2005 und April 2017 die Akquisitionen deutscher Unternehmen durch chinesische Investoren untersucht.

Die zentralen Erkenntnisse:

  • Mit 27 % fanden die meisten Käufe im Bereich Maschinenbau statt, gefolgt von Automotive (21 %) und Erneuerbaren Energien (9 %).
  • Zahl und Volumen der Akquisitionen stiegen ab 2011 spürbar an. 2016 markierte das bisherige Rekordjahr mit 41 Transaktionen und einem Investitionsvolumen von mehr als 9 Milliarden Euro.
  • Die von chinesischen Investoren übernommenen Unternehmen verfügten über eine vergleichsweise hohe Zahl an Patenten. Insgesamt wurden gut 4.500 Patente übernommen.
  • Zwei Drittel der übernommenen deutschen Unternehmen hatten ihren Hauptsitz in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg oder Bayern.
  • Die chinesischen Investoren stammten zu fast zwei Dritteln aus Beijing, der Provinz Zhejiang, Hongkong oder Shanghai.

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Familienunternehmen verlieren ihre Scheu vor Private-Equity-Investoren. Das zeigt eine Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC unter mehr als 300 deutschen Familienunternehmen. 83 Prozent der befragten Unternehmen können sich inzwischen eine Beteiligung von Finanzinvestoren vorstellen. Bei einer ähnlichen PwC-Umfrage vor sechs Jahren waren es gerade einmal 18 Prozent. Dazu passt das positive Gesamtbild, das viele Familienunternehmen mittlerweile von Private Equity haben. So sind 72 Prozent der Ansicht, dass Finanzinvestoren die von ihnen übernommenen Firmen „operativ verbessern“. 61 Prozent billigen den Beteiligungsgesellschaften überdies zu, „den nachhaltigen Unternehmenserfolg zum Ziel zu haben“.

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Auf Buy-and-Build-Strategien entfällt ein zunehmender Anteil an Private Equity-Transaktionen weltweit. Zu diesen Ergebnissen kommt eine gemeinsame Studie der HHL Leipzig Graduate School of Management und der Boston Consulting Group. Gleichzeitig tragen Buy-and-Build-Ansätze zu einer starken Wertschöpfung und Wachstum bei den Portfoliounternehmen bei.

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Secondary Buy-Outs, d.h. Transaktionen, bei denen sowohl Verkäufer als auch Käufer eines Unternehmens Private Equity-Fonds sind, generieren Renditen, die mindestens denen von Erstinvestments entsprechen – bei deutlich geringerem Risiko. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie der HHL Leipzig Graduate School of Management und der Boston Consulting Group. Die Studie geht der Frage nach, ob Secondary Buy-Outs tatsächlich zweitklassige Zieltransaktionen für Private Equity darstellen, weil sie weniger Wertsteigerungspotenzial besitzen. Basierend auf einer breiten Datengrundlage von Primary- und Secondary-Buyout-Transaktionen, ergibt die Untersuchung eine vergleichbare Rendite der Secondaries im Vergleich zu Primaries. Zudem verdeutlicht die Studie, dass nicht Leverage-, sondern M&A-Aktivitäten der sicherste Weg sind, um die Unternehmen zu verbessern. Auch gemessen an operativen Performance-Kennzahlen wie Umsatz und Ertragszuwachs schneiden Secondaries gut ab.

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Die PwC-Studie untersucht die Aktienkursperformance von mehr als 3.000 IPOs mit Private Equity-Hintergrund und vergleicht diese mit IPOs ohne

Private Equity-Hintergrund. Insgesamt betrug der Anteil von Private Equity-Portfoliounternehmen an allen IPOs in den untersuchten Regionen Nordamerika, Asien und Europa 26 Prozent, in Europa 25 Prozent. Die Studie zeigt, dass IPOs mit PE-Hintergrund eine bessere Aktienkursentwicklung aufweisen als IPOs ohne Private Equity-Hintergrund. In Europa liegt der Performanceunterschied nach einem Jahr sogar im zweistelligen Bereich (17 % gegenüber 4,2 %).

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Private Equity ist weltweit als Beimischung in Portfolien institutioneller Anleger etabliert. Gründe liegen im Wesentlichen in der Renditeverbesserung und der Risikostreuung. Unter anderem zu diesen Ergebnissen kommt die Studie von Prof. Dr. Stefan Jugel von der Wiesbaden Business School.  Gründe, nicht in Private Equity zu investieren, liegen in mangelnder Erfahrung, hohen Kosten, im Verwaltungsaufwand oder in regulatorischen Einschränkungen. Investoren, die frei von regulatorischen Einschränkungen sind, wie Stiftungen oder wohlhabende Privatinvestoren, weisen eine höhere Allokation in Private Equity auf als andere institutionelle Investoren wie Versicherungen oder Pensionskassen.

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Die Studie des Zentrums für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) untersucht europäische Buy-Out-Transaktionen der zwischen 2000 und 2008, ob diese eine höhere Insolvenzquote aufweisen als vergleichbare Unternehmen, die nicht im Private Equity-Eigentum stehen. Demnach steige zwar das Insolvenzrisiko der Portfoliounternehmen nach einem Buy-Out, allerdings steigt die Insolvenzrate der Buy-Out-Unternehmen trotzdem nicht über die der Vergleichsunternehmen. Vielmehr wurde festgestellt, dass die Insolvenzraten sogar sinken, wenn es sich um erfahrene Investoren handelt.

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Die von Prognos durchgeführte Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass in Ostdeutschland vor allem von öffentlicher Seite Beteiligungskapital gefördert wird. Zwischen 1992 und 2008 sind knapp 4,7 Mrd. € von Beteiligungsgesellschaften in Unternehmen in Ostdeutschland geflossen, davon allein 1,9 Mrd. € in Berliner Unternehmen. Im Westen des Landes flossen im selben Zeitraum 30,9 Mrd. € an privatem Kapital in Unternehmen. Der Hauptgrund, warum Unternehmen eine Eigenkapitalbeteiligung ausschließen, ist die Angst vor zu viel Einfluss der Investoren. Eine Befragung von 180 ostdeutschen Unternehmen kam zu dem Ergebnis, dass 80 % der Unternehmen mit klassischen Finanzierungsformen wie Krediten arbeiten. Dabei können Beteiligungsgesellschaften gerade in der Gründungsphase hilfreich sein, da Banken hier keine Kredite geben. Kapitalgeber und potenzielle Empfänger sollten nur an einen Tisch gebracht werden.

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Unternehmen erzielen durch Private Equity auch bei geringem Fremdkapitaleinsatz eine hohe Wertschöpfung. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie des Private Equity-Dachfonds Capital Dynamics in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Dr. Ann-Kristin Achleitner (TU München). Die Studie ist eine der umfangreichsten zur Analyse von Wertsteigerungshebeln in Private Equity-Transaktionen. Die Studie zeigt, dass unter Beteiligung von Private Equity eine durchschnittliche Unternehmenswertsteigerung von 272 % erreicht werden konnte. Diese Wertschöpfung ist jedoch nicht nur von Fremdkapital abhängig, das durch Private Equity in die Unternehmen eingebracht wird. Der Leverage-Effekt, also die Erhöhung der Eigenkapitalrendite durch den Einsatz von Fremdkapital, macht nur ein Drittel der gesamten Wertschöpfung aus. Dagegen werden zwei Drittel der Wertsteigerung durch operative Verbesserungen im Unternehmen generiert, die sich vor allem durch Umsatzsteigerungen ergaben.

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Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass trotz Finanz- und Konjunkturkrise der Markt für M&A-Transaktionen im Bereich Cleantech eine ungebrochene Dynamik aufweist. So geben 50 % der Studienteilnehmer an, dass die Zahl der Anfragen im ersten Quartal 2009 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum unverändert geblieben oder sogar angestiegen ist. Entsprechend hoch bleiben die angegebenen, zu erzielenden Kaufpreise im Vergleich zu anderen Branchen. Nach Auffassung der befragten Professionals sind die langfristigen positiven Wachstumstreiber des Cleantech-Bereichs weiter intakt. Daher rechnet das Gros der Studienteilnehmer mit einem Aufschwung schon ab dem Jahr 2010.

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