Studien

In dieser Rubrik stellen wir verschiedene Studien wissenschaftlicher und anderer Institutionen zum Thema Private Equity vor. Einen umfassenderen Überblick über weitere Studien und Publikationen zu Private Equity finden Sie in unserer Literaturliste.

Ein zentraler Vorwurf an Private Equity-Gesellschaften lautet, dass die hohe Verschuldung der Portfoliounternehmen deren finanzielle Stabilität gefährde und zu einer erhöhten Insolvenzanfälligkeit und damit auch höheren Insolvenzraten dieser Unternehmen führe. Die Studie der Handelshochschule Leipzig (Lennart Bachmann, Prof. Dr. Bernhard Schwetzler) untersucht deshalb bezüglich der Verschuldung von PE‐geführten Unternehmen, wie sich die Verschuldung der Portfoliounternehmen vom Einstieg des Private Equity-Investors über die Haltedauer bis zum Exit entwickelt und vergleicht die Verschuldung mit anderen Unternehmen der gleichen Branche. Zudem wird analysiert, welche Faktoren die Kapitalstruktur von Portfoliounternehmen bzw. von Vergleichsunternehmen der gleichen Branche beeinflussen. Dafür wird ein Datensatz genutzt, der 236 deutsche LBO‐Unternehmen nutzt. Die Autoren kommen zu dem Ergebnis, dass der Vorwurf einer zu hohen Verschuldung von Private Equity geführten Unternehmen mit den Daten der Stichprobe nicht gestützt werden kann.

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There is a lack of venture capital (VC) in Germany, especially in the growth phase of newly founded companies. As a result, the necessary capital  to establish successful companies from innovative business models is lacking. In view of the international competition between technology locations, this lack weakens the innovative power of the European economy and hinders sustainable growth. The new study "Fuel Venture Capital: How we fuel innovation and growth" by Roland Berger, the Internet Economy Foundation (IE.F) and the Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften e.V. (Association of German Private Equity Firms). (BVK) analyses existing investment barriers to venture capital and explains how these can be overcome. 

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In Deutschland gibt es zu wenig Venture Capital (VC), insbesondere in der Wachstumsphase neu gegründeter Unternehmen. Damit fehlt notwendiges Kapital, um aus innovativen Geschäftsmodellen erfolgreiche Unternehmen zu etablieren. Angesichts des internationalen Wettbewerbs der Technologiestandorte schwächt dieser Mangel die Innovationskraft der europäischen Wirtschaft und behindert zukunftsfähiges Wachstum. Die neue Studie „Treibstoff Venture Capital: Wie wir Innovation und Wachstum befeuern“ von Roland Berger, der Internet Economy Foundation (IE.F) und dem Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften e.V. (BVK) analysiert bestehende Investitionshemmnisse für Wagniskapital und legt dar, wie diese überwunden werden können.

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Die Unternehmensberatung SMB Consultants hat zwischen 2005 und April 2017 die Akquisitionen deutscher Unternehmen durch chinesische Investoren untersucht.

Die zentralen Erkenntnisse:

  • Mit 27 % fanden die meisten Käufe im Bereich Maschinenbau statt, gefolgt von Automotive (21 %) und Erneuerbaren Energien (9 %).
  • Zahl und Volumen der Akquisitionen stiegen ab 2011 spürbar an. 2016 markierte das bisherige Rekordjahr mit 41 Transaktionen und einem Investitionsvolumen von mehr als 9 Milliarden Euro.
  • Die von chinesischen Investoren übernommenen Unternehmen verfügten über eine vergleichsweise hohe Zahl an Patenten. Insgesamt wurden gut 4.500 Patente übernommen.
  • Zwei Drittel der übernommenen deutschen Unternehmen hatten ihren Hauptsitz in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg oder Bayern.
  • Die chinesischen Investoren stammten zu fast zwei Dritteln aus Beijing, der Provinz Zhejiang, Hongkong oder Shanghai.

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Familienunternehmen verlieren ihre Scheu vor Private-Equity-Investoren. Das zeigt eine Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC unter mehr als 300 deutschen Familienunternehmen. 83 Prozent der befragten Unternehmen können sich inzwischen eine Beteiligung von Finanzinvestoren vorstellen. Bei einer ähnlichen PwC-Umfrage vor sechs Jahren waren es gerade einmal 18 Prozent. Dazu passt das positive Gesamtbild, das viele Familienunternehmen mittlerweile von Private Equity haben. So sind 72 Prozent der Ansicht, dass Finanzinvestoren die von ihnen übernommenen Firmen „operativ verbessern“. 61 Prozent billigen den Beteiligungsgesellschaften überdies zu, „den nachhaltigen Unternehmenserfolg zum Ziel zu haben“.

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Auf Buy-and-Build-Strategien entfällt ein zunehmender Anteil an Private Equity-Transaktionen weltweit. Zu diesen Ergebnissen kommt eine gemeinsame Studie der HHL Leipzig Graduate School of Management und der Boston Consulting Group. Gleichzeitig tragen Buy-and-Build-Ansätze zu einer starken Wertschöpfung und Wachstum bei den Portfoliounternehmen bei.

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Secondary Buy-Outs, d.h. Transaktionen, bei denen sowohl Verkäufer als auch Käufer eines Unternehmens Private Equity-Fonds sind, generieren Renditen, die mindestens denen von Erstinvestments entsprechen – bei deutlich geringerem Risiko. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie der HHL Leipzig Graduate School of Management und der Boston Consulting Group. Die Studie geht der Frage nach, ob Secondary Buy-Outs tatsächlich zweitklassige Zieltransaktionen für Private Equity darstellen, weil sie weniger Wertsteigerungspotenzial besitzen. Basierend auf einer breiten Datengrundlage von Primary- und Secondary-Buyout-Transaktionen, ergibt die Untersuchung eine vergleichbare Rendite der Secondaries im Vergleich zu Primaries. Zudem verdeutlicht die Studie, dass nicht Leverage-, sondern M&A-Aktivitäten der sicherste Weg sind, um die Unternehmen zu verbessern. Auch gemessen an operativen Performance-Kennzahlen wie Umsatz und Ertragszuwachs schneiden Secondaries gut ab.

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Die PwC-Studie untersucht die Aktienkursperformance von mehr als 3.000 IPOs mit Private Equity-Hintergrund und vergleicht diese mit IPOs ohne

Private Equity-Hintergrund. Insgesamt betrug der Anteil von Private Equity-Portfoliounternehmen an allen IPOs in den untersuchten Regionen Nordamerika, Asien und Europa 26 Prozent, in Europa 25 Prozent. Die Studie zeigt, dass IPOs mit PE-Hintergrund eine bessere Aktienkursentwicklung aufweisen als IPOs ohne Private Equity-Hintergrund. In Europa liegt der Performanceunterschied nach einem Jahr sogar im zweistelligen Bereich (17 % gegenüber 4,2 %).

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Private Equity ist weltweit als Beimischung in Portfolien institutioneller Anleger etabliert. Gründe liegen im Wesentlichen in der Renditeverbesserung und der Risikostreuung. Unter anderem zu diesen Ergebnissen kommt die Studie von Prof. Dr. Stefan Jugel von der Wiesbaden Business School.  Gründe, nicht in Private Equity zu investieren, liegen in mangelnder Erfahrung, hohen Kosten, im Verwaltungsaufwand oder in regulatorischen Einschränkungen. Investoren, die frei von regulatorischen Einschränkungen sind, wie Stiftungen oder wohlhabende Privatinvestoren, weisen eine höhere Allokation in Private Equity auf als andere institutionelle Investoren wie Versicherungen oder Pensionskassen.

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Die Studie des Zentrums für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) untersucht europäische Buy-Out-Transaktionen der zwischen 2000 und 2008, ob diese eine höhere Insolvenzquote aufweisen als vergleichbare Unternehmen, die nicht im Private Equity-Eigentum stehen. Demnach steige zwar das Insolvenzrisiko der Portfoliounternehmen nach einem Buy-Out, allerdings steigt die Insolvenzrate der Buy-Out-Unternehmen trotzdem nicht über die der Vergleichsunternehmen. Vielmehr wurde festgestellt, dass die Insolvenzraten sogar sinken, wenn es sich um erfahrene Investoren handelt.

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