BVK-Statistik 1. Quartal 2006: Deutscher Beteiligungsmarkt zeigt sich in guter Verfassung
Der deutsche Beteiligungsmarkt zeigt sich auch zum Jahresanfang 2006 in guter Verfassung. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 2005 konnten Private Equity-Gesellschaften in den ersten drei Jahresmonaten mehr Kapital einwerben und in Unternehmen investieren. Das gab der Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften - German Private Equity and Venture Capital Association e.V. (BVK) heute der Presse in Berlin bekannt.
„Private Equity- und Venture Capital Gesellschaften investieren wieder mehr“, sagte Prof. Dr. Michael Groß, stellvertretender BVK-Vorstandsvorsitzender. „Das Vertrauen der Investoren in den Standort Deutschland wächst.“ Die positive wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland, unterstützt durch die staatliche Förderung des High-Tech Gründerfonds und des ERP/EIF-Dachfonds leisten hier, so Groß, einen wichtigen Beitrag.
In den ersten drei Jahresmonaten 2006 sammelten im BVK organisierte Gesellschaften Mittel in Höhe von 553,1 Mio. € ein, darunter sechs Fonds, die 311,1 Mio. € bei externen Investoren einwerben konnten. Bei den Fonds handelt es sich vor allem um solche mit der Zielgruppe Mittelstand (Expansion und Buy-outs).
Das Investitionsvolumen im ersten Quartal 2006 übertrifft mit 510,8 Mio. € alle Vorjahresquartale mit Ausnahme des sehr aktiven 4. Quartals 2005 (1.923,6 Mio. € in 419 Unternehmen). „Das erste Jahresquartal ist meist das investitionsschwächste“, erklärte Dr. Holger Frommann, Geschäftsführer des BVK. Es sei vergleichbar mit einem Leistungssportler, der sich vor dem Wettkampf erst warmlaufen müsse. „Erfahrungsgemäß werden sich die Investitionen im Jahresverlauf noch steigern. Zur Jahresmitte werden wir hier eine deutlichere Tendenz sehen“, so Frommann weiter.
Trend geht zu kleineren Buy-outs
Der Jahresanfang 2006 war von vielen kleineren Buy-outs geprägt. 26 Buy-out- Transaktionen mit einem Investitionsvolumen in Höhe von 323,2 Mio. € entfielen auf die ersten drei Jahresmonate 2006. Damit repräsentiert der Bereich zwei Drittel der Gesamtinvestitionen. „Der Trend geht hin zu kleineren Buy-outs im Mittelstand“, sagte Frommann.
Ein Drittel der Investitionen entfiel auf Venture Capital-Finanzierungen (187,6 Mio. €). Diese blieben gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (194,4 Mio. €) fast unverändert. Innerhalb des Venture Capital-Bereichs entwickelte sich das Frühphasensegment im abgelaufenen Quartal mit 71,4 Mio. € auf niedrigem, aber stabilem Niveau. Obwohl das erste Jahresquartal schwächer als das Vorquartal (90,9 Mio. €) ausfiel, übertraf es deutlich den Wert des Vorjahresquartals (54,6 Mio. €). Seed-Investitionen erreichten zudem mit 5,3 Mio. € das höchste Volumen seit dem vierten Quartal 2004. „Wir sehen einen leichten Anstieg der Investments, speziell im Frühphasensegment, brauchen jedoch einen steilen Anstieg, um international mithalten zu können“, sagte Groß.
Totalverluste auf historischem Tiefstwert seit 10 Jahren
Das Exit-Volumen erreichte mit 496,9 Mio. € aufgrund einiger größerer Unternehmensverkäufe fast das Niveau des ersten Quartals 2005 (566,6 Mio. €).
„Aktienmärkte und M&A-Landschaft haben sich erholt. Deswegen dominieren im ersten Quartal Trade sales und Aktienverkäufe“, führte Groß aus. Auf Trade sales entfielen 30,2 Prozent des Exit-Volumens, auf Aktivenverkäufe 35,5 Prozent. Die Totalverluste blieben mit 33,7 Mio. € nochmals unter dem bereits niedrigen Niveau der Vorjahresquartale und machten nur 6,8 Prozent des gesamten Exit-Volumens aus.
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DIE WICHTIGSTEN ERGEBNISSE
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31.03.2005 = Q1 2005
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31.03.2006 = Q1 2006
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234,9 Mio. €
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Fundraising
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553,1 Mio. €
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407,2 Mio. € in
227 Unternehmen
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Investitionen
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510,8 Mio. € in
251 Unternehmen
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212,8 Mio. € in
13 Unternehmen
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… davon Buy-outs
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323,2 Mio. € in
26 Unternehmen
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194,4 Mio. € in
214 Unternehmen
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… davon Venture Capital
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187,6 Mio. € in
225 Unternehmen
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54,6 Mio. € in
88 Unternehmen
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… davon Early stage
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71,4 Mio. € in
114 Unternehmen
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566,6 Mio. €
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Exit-Volumen
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496,9 Mio. €
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66,0 Mio. €
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… davon Totalverluste
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33,7 Mio. €
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Anmerkungen:
Terminologie
Beteiligungskapital oder Private Equity bezeichnet die Vergabe von Beteiligungskapital an nicht börsennotierte Unternehmen in allen Unternehmensphasen, d. h. Venture Capital und Buy-outs. Venture Capital bezieht sich auf Early stage- (Frühphasenfinanzierung: Seed und Start up) und Later stage-(Expansions-) Finanzierung.
Pressekontakt:
Bundesverband Deutscher
Kapitalbeteiligungsgesellschaften e.V. (BVK)
Prof. Dr. Michael Groß, stv. Vorstandsvorsitzender
Dr. Holger Frommann, Geschäftsführer
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Über den BVK
Der 1989 in Berlin gegründete Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften – German Private Equity and Venture Capital Association e.V. (BVK) ist die umfassende Organisation der deutschen und der in Deutschland tätigen Repräsentanten ausländischer Kapitalbeteiligungsgesellschaften. Er hat die zentrale Aufgabe, die Interessen seiner Mitglieder zu vertreten und das öffentliche Bewusstsein zu Funktion und Bedeutung von Beteiligungsgesellschaften als verlässliche Partner für Unternehmen, Initiatoren wirtschaftlichen Wachstums und Stabilitätsfaktor für die Wirtschaft Deutschlands zu fördern