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Mittelständische Beteiligungsgesellschaften schließen 2003 erfolgreich ab
[Pressemitteilung vom 5. Mai 2004]
Die im Bundesverband deutscher Kapitalbeteiligungs-gesellschaften - German
Venture Capital Association e.V. (BVK) zusammen-geschlossenen Mittelständischen
Beteiligungsgesellschaften können auf ein erfolgreiches Jahr 2003 zurückblicken.
Insgesamt investierten die
14 Gesellschaften 155,1 Mio. € in 421
mittelständische Unternehmen und unterstrichen damit ihre Rolle als
zuverlässiger Partner des Mittelstandes.
„Wir erlebten zwar mit 193,9 Mio. € einen Investitionsrückgang gegenüber dem Vorjahr. Angesichts der allgemeinen Zurückhaltung im deutschen Beteiligungsmarkt können wir das Jahr 2003 allerdings als Erfolg verbuchen“, kommentiert Wolfgang Hanke, Geschäftsführer der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Sachsen und Leiter der BVK-Fachgruppe Öffentlich geförderte Kapitalbeteiligungsgesellschaften. „Die mittelständischen Beteiligungsgesellschaften haben bewiesen, dass sie auch in der Marktkonsolidierung erfolgreich sein können.“
Partner und Impulsgeber des Mittelstandes
Die Mittelständischen Beteiligungsgesellschaften unterstützen den deutschen Mittelstand seit 30 Jahren und haben sich zu einem wichtigen Impulsgeber entwickelt. Seit ihrem Bestehen finanzierten die Gesellschaften mehr als 7.700 mittelständische Unternehmen mit über 2,1 Mrd. €. Zum Jahresende 2003 befanden sich 2.609 Unternehmen mit einem Beteiligungsvolumen von
1,012 Mio. € in den Portfolios der Gesellschaften. „Diese Unternehmen spiegeln ein Umsatzvolumen von 26,1 Mrd. € wider. Damit finanzieren die 14 Mittelständischen Beteiligungsgesellschaften rund 1,2 % des deutschen Bruttoinlandsprodukts“, erläutert Dr. Holger Frommann, BVK-Geschäftsführer.
Langfristiger Erfolg durch Flexibilität
In den letzten zehn Jahren bauten die Mittelständischen Beteiligungsgesellschaften ihre Aktivitäten stark aus. Hielten sie im Jahr 1994 noch 1.883 Beteiligungen mit über 416 Mio. €, waren es 2003 bereits 3.232 Beteiligungen mit einem Volumen von mehr als 1 Mrd. €. Diesen Erfolg verdanken die Mittelständischen Beteiligungsgesellschaften ihren flexiblen Reaktionen auf Marktveränderungen und ihrer Ausrichtung an den Bedürfnissen des Mittelstandes. „In den letzten Jahren bauten viele Mittelständische Beteiligungsgesellschaften ihre Beteiligungsprogramme für junge Technologieunternehmen aus. Zudem starteten sie neue Projekte, wie z. B. spezielle Programme zur Förderung von Unternehmensnachfolgen im Mittelstand“, ergänzt Hanke.
Baden-Württemberg und Bayern führend
Mehr als die Hälfte der Investitionen im Jahr 2003 entfiel auf Baden-Württemberg
(41 Mio. €) und Bayern (38 Mio. €). Es folgen mit größerem Abstand Sachsen-Anhalt mit 18 Mio. € und Sachsen mit 13 Mio. €. „Vor allem in Baden-Württemberg und Bayern profitieren die Gesellschaften von einem etablierten und stark vertretenen Mittelstand. Erfreulich ist die Entwicklung in den neuen Bundesländern, wo vor allem Sachsen und Sachsen-Anhalt sehr aktiv sind“, kommentiert Dr. Frommann.
Zukünftiger Bedeutungszuwachs zu erwarten
„Die Mittelständischen Beteiligungsgesellschaften sind eine feste Größe im deutschen Beteiligungsmarkt, und ihre Bedeutung wird weiter wachsen“, äußert sichHanke. „Die zunehmende Nachfrage nach alternativen Finanzierungsinstrumenten durch mittelständische Unternehmen kommt ihnen zu Gute. Die stille Beteiligung bietet Mittelständlern zudem viele Vorteile gegenüber der reinen Eigenkapitalfinanzierung bzw. einem Kredit.“ Darüber hinaus versuchen die Mittelständischen Beteiligungsgesellschaften weitere Märkte zu erschließen und ihr Geschäft auszuweiten. Ein Beispiel hierfür ist das Programm „Eigenkapital für den breiten Mittelstand“, in dem Bayern in einem Modellversuch mit der KfW zusammenarbeitet.
Kontakt:
Bundesverband deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften e.V. (BVK)
Wolfgang Hanke, Vorstandsmitglied BVK e.V.
Dr. Holger Frommann, Geschäftsführer des BVK e.V.
Reinhardtstraße 27c
10117 Berlin
Tel.: +49 (0) 30 / 30 69 82-0
Fax: +49 (0) 30 / 30 69 82-20
e-mail: BVK@BVK-eV.de
http://www.BVK-eV.de
Terminologie:
Die ersten Mittelständischen Beteiligungsgesellschaften wurden zu Beginn der 70er Jahre als Selbsthilfeeinrichtung der Wirtschaft gegründet. Die Mittelständischen Beteiligungsgesell-schaften investieren vornehmlich in Form stiller Beteiligungen und ausschließlich im eigenen Bundesland. Sie refinanzieren sich aus dem ERP-Beteiligungsprogramm der KfW und überneh-men als öffentlich begünstigte Beteiligungsgesellschaften Förderaufgaben. Aktuell gibt es in jedem deutschen Bundesland, außer Bremen, eine Mittelständische Beteiligungsgesellschaft.
Über den BVK:
Der 1989 in Berlin gegründete Bundesverband deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften – German Venture Capital Association e.V. (BVK) ist die umfassende Organisation der deutschen und der in Deutschland tätigen Repräsentanten ausländischer Kapitalbeteiligungsgesellschaften. Er hat die zentrale Aufgabe, die Interessen seiner Mitglieder zu vertreten und das öffentliche Bewusstsein zu Funktion und Bedeutung von Beteiligungsgesellschaften als verlässliche Partner für Unternehmen, Initiatoren wirtschaftlichen Wachstums und Stabilitätsfaktor für die Wirtschaft Deutschlands zu fördern.
Abbildungen
Entwicklung der MBGen in der grafischen Darstellung (PDF)
Statistik
Teilstatistik der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaften 2003


