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BVK - Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften e.V.

Beispielfälle

AVISTA OIL AG: Neue Recycling-Technologie wächst mit Private Equity

In der öffentlichen Diskussion über das Thema CO2-Belastung fand ein Bereich bis vor kurzem wenig Beachtung - dabei berührt er beinahe sämtliche klassische Zweige der Industrie in Deutschland: Technische Schmierstoffe. Sie sorgen für den reibungslosen Betrieb bei zahlreichen Maschinen, am häufigsten verwendet als Motorenöl, aber auch Getriebe- oder Hydrauliköle sind weit verbreitet.

Verbrennung des entstehenden Altöls verursacht allerdings einen enormen CO2-Ausstoß. Mit ihrer weltweit einzigartigen  Aufbereitungstechnologie hat die AVISTA OIL AG eine Möglichkeit geschaffen, das Altöl umweltschonend zu recyceln und dabei hochwertige Bestandteile zu erhalten.

Als die Mustad International Group N.V. 2003 als Hauptgesellschafterin bei der heutigen AVISTA OIL AG am Standort Uetze in Niedersachsen einstieg, waren die Bedingungen gut: Avista wies einen reichhaltigen Erfahrungsschatz aus jahrzehntelangem Raffineriebetrieb vor. Eine neue Anlage zur sogenannten Erweiterten Selektiv-Raffination wurde am Standort in Uetze errichtet, Altölverarbeitungsunternehmen in Belgien und Dänemark dazugekauft. Mittlerweile beschäftigt der Konzern über 400 Mitarbeiter. Durch den Ausbau der Kapazitäten und den Erwerb eines niederländischen Sammelunternehmens wird ein Umsatzwachstum auf nahezu 150 Millionen Euro für das Jahr 2011 erwartet.  Zugleich stärkt das Unternehmen laufend seine Versorgungssicherheit durch die Weiterentwicklung des eigenen, zertifizierten Sammelsystems für Altöl, um das komplette Recycling sicher zu stellen.

In der Vergangenheit wurden mineralische Schmieröle vorwiegend aus Rohöl gewonnen,  doch nach dem maschinellen Einsatz gab es für das entstehende/übriggebliebene Altöl keine Verwendung mehr, es wurde verbrannt. Die AVISTA OIL AG hat aber eine bessere Lösung gefunden und kommt somit den Bedürfnissen der Industrie entgegen – denn mittlerweile findet in der Branche ein Bewusstseinswandel statt.  Mit einem neuen, patentierten  Recyclingverfahren generiert AVISTA OIL jährlich 295.000 Tonnen Altöl wieder in hochwertiges Basisöl, wichtige synthetische Öle werden dabei vollständig erhalten und verleihen dem Schmierstoff hochwertige Eigenschaften. Hierzu ist zwar der Einsatz von Wärmeenergie erforderlich – verglichen mit der Raffination von Schmierölen aus Rohöl ist der Energiebedarf jedoch moderat. Und das Altöl muss nicht mehr verbrannt werden, was ganz erheblich zur CO2-Minderung beiträgt. „AVISTA bietet der Industrie mit dem  geschlossenen Recycling-System für Altöl nicht nur eine gesicherte Entsorgung, sondern zugleich noch eine CO2-optimierte Lösung“, sagt Rüdiger Thieke, Geschäftsführer der NORD Holding Unternehmensbeteiligungsgesellschaft mbH. „Wir sind sehr zuversichtlich, was das weitere Wachstumspotenzial der AVISTA-Technologie in den kommenden Jahren angeht.“

Blaupause für den weltweiten Einsatz der Technologie

Neben der Marktführerschaft im Altölrecycling liegt AVISTA OIL im Bereich der Emulsionssammlung unter den Top 3-Anbietern. Mit seiner erweiterten Selektiv-Raffination ist das Unternehmen inzwischen auch in Dänemark erfolgreich im Einsatz. Die dortige AVISTA-Raffinerie in Kalundborg wurde entsprechend aufgerüstet. An den beiden Gruppenstandorten werden inzwischen jährlich 295.000 Tonnen Altöl umweltschonend aufbereitet. Die Internationalisierung hat die AVISTA-Gruppe weiter im Blick und plant mit dieser Technologie zusätzliche Anlagen in den Vereinigten Staaten und in Westeuropa.

Stärkung der Eigenkapitalbasis für das weitere Wachstum

Allein für den Neubau einer einzelnen Raffinerieanlage ist ein höherer zweistelliger Millionenbetrag zu veranschlagen. Zusätzliches Eigenkapital durch eine direkte Minderheitsbeteiligung der NORD Holding erleichterte die Bankverhandlungen – und damit auch die Internationalisierung des Unternehmens. Die NORD Holding hat darüber hinaus weitere Eigenmittel-Linien zur Verfügung gestellt. „Die bestehenden Anlagen banden bereits wesentliche Eigenmittel in der Unternehmensgruppe. Die NORD Holding hat hier unsere Basis gestärkt“, sagt Herr Dr. Andreas Weinberger, Vorsitzender des Aufsichtsrates der AVISTA OIL AG.

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