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Mercateo AG: Virtueller Marktplatz für den Mittelstand

30000 neue Kunden in nur drei Monaten! Wo es das gibt? Im Internet. Bei Deutschlands virtuellem Megamarktplatz Mercateo aus München, der täglich von rund 100000 Geschäftskunden besucht wird.

E-Commerce-Anbieter gibt es wie Sand am Meer. Viele davon verschwinden nach kurzer Zeit wieder von der Bildfläche. Was macht Mercateo so erfolgreich? Primäre Zielgruppe von Mercateo ist der Mittelstand. Kleine und mittelgroße Unternehmen können mit Hilfe des virtuellen Marktplatzes ihr Einkaufsmanagement professionalisieren. Mit Mercateo werden das Wälzen dicker Produktkataloge und der langwierige Vergleich von Preisen und Lieferbedingungen von verschiedenen Anbietern überflüssig. Das erleichtert den Einkauf enorm. Insbesondere bei Selbstständigen und kleineren Unternehmen ohne Einkaufsverantwortlichen wird das Bestellen damit von der Last zur Lust.

Hochprofessionelle Tools erleichtern Bestellung

Mercateo schafft dieses kleine Wunder mittels eines hochprofessionellen und komfortablen Such- und Optimierungstools. Auch unkundige Besteller sind nicht mehr hilflos. Vorbei ist mit Mercateo die Zeit, in der vor der Bestellung erst die genaue Produktbezeichnung und die Bezugsquellen recherchiert werden mussten. Jetzt kann jeder Mitarbeiter nicht nur Kopierpapier und Kaffeefilter, sondern auch Schrauben und Schlösser, Rohrzangen oder Rostschutz bestellen, ohne ins Schwimmen zu geraten. Auch High-End-Produkte wie Notebooks und Flatscreens oder Spezialsortimente wie Labor- und Krankenhausbedarf sind zu finden.

Der Kunde loggt sich als Besteller ein. Danach gibt er seine Wünsche mit konkreter Produktbezeichnung oder über die Suchfunktion ein oder er stöbert in den 19 Sortimentskategorien. Der Rechner sucht das passende Angebot bei den gelisteten Handelspartnern. Blitzschnell bekommt der Kunde eine Auswahl vorgestellt. Jetzt muss er sich nur noch entscheiden, ob er die Ware zum günstigsten Preis oder mit dem schnellstmöglichen Liefertermin möchte. Über 500 Handelspartner bieten ihre Waren bei Mercateo feil. So kommt ein unglaubliches Angebot von über 5 Mio. Artikeln zustande, das nahezu täglich wächst.

Der Clou für Mercateo-Besteller: Sie haben eine Bestelladresse und einen Ansprechpartner für die komplette Abwicklung der Bestellung. Neben Markenartikeln wie Büromaterial von Sigel oder Süßwaren von Haribo sind auch jede Menge Whitelabel-, Regional- und Spezialanbieter vertreten. Die Sortimentstiefe lässt sich gut am Beispiel des Suchworts „Schraube“ illustrieren: Von A wie Abstand- über M wie Maden- bis zu Z wie Zylinderschraube gibt es unzählige Varianten, die unter dem Stichwort lieferbar sind.

Mercateo liefert alles, was das Herz begehrt

Selbst „exotische“ Wünsche bleiben bei Mercateo nicht unerfüllt. Der Kunde findet so beispielsweise Druckerkartuschen, die im Handel sonst nicht mehr erhältlich sind. Die Mercateo-Idee scheint auf den ersten Blick einfach und deshalb leicht kopierbar. Angst vor Nachahmern haben die Vorstände Peter Ledermann und Dr. Sebastian Wieser trotzdem nicht. Nach ihrer Erfahrung sind die Einstiegsbarrieren für neue Wettbewerber sehr hoch. Mercateo wurde nach der Gründung im Jahr 2000 auf dem Weg zum virtuellen Großanbieter durch einen strategischen Investor finanziert. Die damals entwickelten Tools sind heute das Herzstück der Mercateo-Plattform.

Ein Glücksfall für die heutigen Gesellschafter Wieser und Ledermann war der Ausstieg des Investors. Das Management bekam so Ende 2003 die Chance, Mercateo zu übernehmen. Es gab noch viel zu tun: mit Köthen in Sachsen-Anhalt einen weiteren geeigneten Standort finden, motivierte Mitarbeiter auswählen und schulen, neue Handelspartner gewinnen und potenzielle Kunden werben. Gemeinsam mit der Venture Capital-Gesellschaft Target Partners, die dem Unternehmen mit finanziellen Mitteln und nützlichem Managementwissen unter die Arme griff, konnten die Projekte in Angriff genommen und erfolgreich umgesetzt werden. Target Partners weiß, wie wichtig ein überzeugendes Unternehmens-portfolio und ein gut organisiertes Team für das Funktionieren eines Start-ups sind. 2007 holte man schließlich die BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft mit ins Boot, um weiter zu expandieren. Mercateo hat heute über 700 000 Kunden und beschäftigt insgesamt 150 Mitarbeiter.

Mittelständler kooperieren mit dem Markt

Neuerdings gewinnt der Mittelstandsmarkt Mercateo auch „Liebhaber“ in der Konzernlandschaft. Seit 2008 arbeitet die RWE AG mit Mercateo zusammen. Gemeinsam wurde das Beschaffungswesen des DAX-Konzerns optimiert und eine komfortable webbasierte E-Procurement-Lösung in Verbindung mit einem breit gefächerten Produktportfolio und einem ausgedehnten Lieferantennetz geschaffen. Neben dem Standardsortiment von Mercateo haben RWE-Mitarbeiter zusätzlich Zugriff auf ihre gewohnten „Haus- und Hoflieferanten“.