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BVK - Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften e.V.

Beispielfälle

Ubidyne: Starke Leistung durch mehr Effizienz

Wie keine andere ist die Mobilfunkbranche seit ihrer Entstehung im Jahr 1991 gewachsen: Weltweit haben die Verbraucherzahlen bis Ende 2008 die 4-Milliarden-Marke überschritten. Aufgrund dieses enormen Wachstums verstärkte sich in den vergangenen Jahren auch der Wettbewerb unter den Mobilfunkbetreibern. Wer zukunftsfähig bleiben will, benötigt also eine Funkinfrastruktur, die sich günstig betreiben lässt und dabei dem Kunden weiterhin die gewohnte Servicequalität bei niedrigen Kosten garantiert. Einsparpotenzial gibt es besonders bei den Energiekosten, es gilt also, auch der Umwelt zuliebe, energieschonende Lösungen auf den Markt zu bringen - so wie die Ubidyne GmbH mit Sitz in Ulm und Tempe (Arizona), die eine völlig neuartige energieeffiziente Technologie für Handy-Basisstationen entwickelt hat.

Energieersparnis bei steigender Leistung – gut für die Umwelt

Die Ubidyne-Technologie unterscheidet sich von herkömmlichen Entwicklungen durch eine höhere Reichweite, eine bessere Übertragungsqualität und -geschwindigkeit und ist energiesparender als die Lösungen der Konkurrenz. Ermöglicht wird dies durch eine rein digitale Infrastruktur, die dabei auf bisher benötigte analoge Elemente der Funktechnologie verzichtet. Große Basisstationscontainer mit ihrem gigantischen Kühlungsbedarf entfallen genauso wie die aufwändige und unsaubere Kabelinfrastruktur. Alle nötigen Elemente befinden sich nun dezentral in jeder einzelnen Antennenanlage. Auf drei Ubidyne-Funkmasten entfällt eine herkömmliche, bei gleicher Servicequalität. Das spart Kosten und Energie.

Für Mobilfunknetzbetreiber ist das eine höchst attraktive Alternative zu der bisherigen Technik. Durch die bessere Netzabdeckung und die Energieersparnis sinken die Kosten deutlich, die Kunden erleben eine bessere Verbindungsqualität und längere Batterielaufzeiten da weniger Sendeleistung benötigt wird. Vor dem Hintergrund der Kundenbindung ist das wiederum ein entscheidendes Argument. Nebenbei können die Betreiber ihren sogenannten „Carbon Footprint“ senken, also ihre Treibhausgasbilanz - ein zukunftsträchtiger Schritt in einer immer umweltbewussteren Konsumgesellschaft. Wie es fernab von innovativem technologischem Know-how und Umweltbewusstsein geht, macht Ubidyne auch praktisch vor: Mit Sitz im größten Null-Emissionen-Haus Europas, dem „Energon“, spiegelt sich das ökologische Verständnis von Ubidyne auch im Geschäftsalltag wieder.

Profis am Werk: Umweltschutz und Wachstum

Gegründet wurde Ubidyne Ende 2005 von einem erfahrenen Entwicklungsteam für Mobilfunknetze des Unternehmensbereichs Communications der Siemens AG. Die Beteiligungsgesellschaft TVM Capital stellte zusammen mit Accel Partners dem Unternehmen von Beginn an das notwendige Kapital zur Verfügung und leitete auch den Herauslösungsprozess des Teams ein. Die Unterstützung erfolgte aber nicht nur auf finanzieller Basis: die Kapitalgeber unterstützen Ubidyne bei den Gründungsverhandlungen mit Siemens und koordinierten alle Aspekte der Unternehmensprüfung im Hinblick auf Technik- und Marktfragen. Außerdem waren sie an Gestaltung und Aufbau der US-amerikanischen Unternehmensstruktur und der in Deutschland agierenden Tochtergesellschaft beteiligt. In einer zweiten Finanzierungsrunde beteiligten sich BayTech, Doughty Hanson und CSK Japan mit weiteren Mitteln, sowie 2009 als weiterer Investor die Beteiligungsgesellschaft Gimv. Gemeinsam mit den Alt-Investoren konnten in dieser Runde 43 Mio. Dollar bereitgestellt werden, die das Unternehmen gut gebrauchen kann: „Diese jüngste Finanzierungsrunde macht es uns möglich, die weltweite Markteinführung des Antenna Embedded Radio für die Erneuerung der Mobilfunktechnik zu beschleunigen und den Netzbetreibern neue Funktionen wie elektronische Richtcharakteristik ihrer Antennen anzubieten. Unser Team, unsere Kunden und unsere Partner haben es möglich gemacht, dass Ubidyne in der Lage war, diese Finanzierung trotz der derzeitigen angespannten Finanzlage an den Finanzmärkten zu bekommen.“, so Geschäftsführer Ken Hawk.  Im Mai wurde von Vodafone Italy und Nokia Siemens Networks weltweit erstmals Ubidynetechnik erfolgreich im Feld getestet.

Infokasten:

Ort (Stadt, Bundesland):  Ulm, Tempe (Arizona)

Gründungsjahr: 2005

Mitarbeiterzahl (aktuell): >60

Umsatz des letzten Geschäftsjahres: k.A.

Investoren:
Accel Partners, TVM Capital (seit 2005)
Baytech, Doughty Hanson, CSK (seit 2008)
Gimv (seit 2009)

Beteiligungszeitraum seit: 2005

Bisheriges Beteiligungsvolumen: 58 Mio. Dollar

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