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BVK - Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften e.V.

Beispielfälle

eterna Mode GmbH - Innovation und Tradition als Erfolgsmodell

Im privaten und geschäftlichen Leben immer gut angezogen sein, ohne dass das Hemd am Abend zerknittert ist. Die Zeit für das aufwendige Bügeln von Blusen sparen. Und kein Vermögen in Businesskleidung investieren. All diese Wünsche berufstätiger Menschen kann die eterna Mode GmbH erfüllen. Der traditionsreiche Passauer Hemden- und Blusenspezialist hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen gut zu kleiden, und fertigt hochwertige Kollektionsteile in bügelfreier Qualität. Mit seinen rund 1000 Mitarbeitern gilt eterna als Aushängeschild des deutschen Mittelstands im Bereich der Hemden- und Blusenherstellung.

Der Weg in die Eigenständigkeit mit Private Equity als strategischem Partner
Bereits seit Langem schreibt das Unternehmen schwarze Zahlen und leistet damit einen wichtigen Beitrag für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Als der westfälische Mutterkonzern Ahlers im Jahr 2006 eigenen Expansionsplänen nachgehen wollte, stellten sich die Geschäftsführungen der beiden eigenständig arbeitenden Unternehmen die Frage, wie eterna möglichst bald auf eigenen Füßen stehen könne. Eine Option lautete, eterna über eine Börsennotierung aus dem Mutterkonzern herauszulösen, aber mit einem Umsatz von rund 80 Mio. € war eterna dafür eigentlich zu klein.

Schließlich konzentrierte sich der Mutterkonzern auf einen Verkauf der Tochtergesellschaft. Rasch zeichnete sich eine Zusammenarbeit mit den Private Equity-Häusern Alpha und Quadriga ab, die bis heute erfolgreich Bestand hat. Beide Investoren sammelten schon vor der Übernahme von eterna durch mehrere Beteiligungen einschlägige Erfahrungen in der Textilbranche. Unter anderem gehörten Quadriga und Alpha die Marken Basler, Comptoir des Cotonniers, Tom Tailor, das Wäschehaus Palmers sowie der Outdoor-Ausstatter Jack Wolfskin.

Bis zu einem erfolgreichen Verkauf waren jedoch noch umfangreiche Vorarbeiten erforderlich. Für die kommenden Jahre musste ein Businessplan ausgearbeitet, eine umfassende Firmenpräsentation erstellt und eine bis ins kleinste Detail aufgeschlüsselte Firmenstrategie vorgelegt werden. Es galt, zahlreiche Fragen zu beantworten wie etwa: Wie wird der Expansionsmarkt eingeschätzt? Oder: Warum beispielsweise gerade Märkte in Osteuropa? Die Investoren benötigten den gleichen Informationsstand wie die Geschäftsführung, um bei ihren Fremdkapitalgebern die nötige Akquisitionsfinanzierung zu erhalten.

Um die Handlungsfreiheit der eterna-Geschäftsführung sowie die bestehende Konstellation innerhalb des Unternehmens beizubehalten, wurde ein Management-Buy-out beschlossen. Bereits während der Verkaufsverhandlungen stimmte die Chemie zwischen den Investoren und der Geschäftsführung. So wurden Alpha und Quadriga zu strategischen Partnern anstatt zu Gegnern. Am 1. Juli 2006 setzte das Konsortium den Buy-out wirksam um.

Mit Visionen auf Expansionskurs
Mit Peter Rentsch, seit März 2009 Geschäftsführer der eterna Mode GmbH, steht dem Unternehmen ein Mann mit klaren Zielen und umfassender Erfahrung im Modesektor vor. Nicht mehr nur die klassischen Produkte zählen, ihn interessieren auch innovative Entwicklungen, neue Geschäftsmodelle sowie das Vorantreiben der Expansion. „Mit beiden Investoren haben wir auch die schwere Zeit der Wirtschaftskrise unbeschadet überstanden und können nun weiterhin zielstrebig expandieren – wie es auch geplant war“, so Rentsch über die Zusammenarbeit.

eterna produziert entgegen dem Trend ausschließlich in Europa und vertreibt seine Hemden und Blusen im deutschsprachigen Raum in über 43 eigenen Fachgeschäften sowie vier Franchiseshops. Damit hat sich das Unternehmen in den letzten vier Jahren enorm weiterentwickelt: 2006 gab es nur vier eigene Läden und gerade zwei Franchisepartner. Weltweit sind die eterna-Kollektionen bei etwa 5. 500 Fachhändlern erhältlich. Etwa 30 % der Produkte werden in über 30 Länder exportiert. Herausragende Produktkompetenz und qualitativ hochwertige Kollektionen zu einem ausgewogenen Preis-Leistungs-Verhältnis machen eterna zu einem beliebten Hersteller und professionellen Partner für den Handel.

Kontinuierliches Wachstum auch in Krisenzeiten
Neben dem Ausbau des Filialnetzes weitet das Unternehmen auch sein Sortiment sukzessive aus. Mit einer klar differenzierten Produktpalette gelang es eterna auch im Jahr 2009, gegen den Markttrend zu wachsen und einen Umsatz von 93 Mio. € zu erzielen. Aus dem traditionsreichen Mittelständler ist ein internationales Unternehmen mit großem Potenzial geworden. „Ziel für die kommenden Jahre ist es, die Dachmarke eterna durch neue und den Alltag bereichernde Produkte in den in- und ausländischen Märkten zu stärken“, so Rentsch über die Zukunftspläne. Als jüngste Neuheit hat eterna im Herbst 2010 „Dynamic Cotton“ herausgebracht und revolutioniert damit seinen bevorzugten Rohstoff. Denn von nun an kann reine, bügelfreie Baumwolle auch elastisch sein – und das ganz ohne den Zusatz synthetischer Fasern. Eine Weltneuheit, mit der eterna erneut erfolgreich seine Innovationskraft unter Beweis gestellt hat.

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