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Staatsminister Fahrenschon will bessere Rahmenbedingungen für Private Equity schaffen

28. August 2009

Die neu gegründete Wirtschaftskommission der CSU hat am 27. August in München zu einem ausführlichen Fachgespräch über alternative Finanzierungsinstrumente und insbesondere über Private Equity eingeladen. Bayerns Finanzminister Georg Fahrenschon moderierte die Veranstaltung und diskutierte im Franz Josef Strauß-Haus der CSU-Landesleitung mit fast 80 BVK-Mitgliedern über angemessene Rahmenbedingungen für Private Equity. Als Vorsitzender der Wirtschaftskommission sprach sich der Finanzminister klar für bessere und umfassende Rahmenbedingungen für Beteiligungskapitalgesellschaften in Deutschland aus.

„Private Equity-Gesellschaften sind keine Heuschrecken“, sagte Georg Fahrenschon in München. Private Equity sei Eigenkapital und verbessere gerade in Zeiten einer „gefühlten Kreditklemme“ die Finanzierungsstruktur von Unternehmen. Im Kampf gegen Liquiditätsengpässe will die CSU daher nicht allein auf das Geld von Banken setzen. Alternative Finanzierungsformen wie Beteiligungskapital müssten vor allem bei der Unternehmensfinanzierung mehr in den Mittelpunkt gerückt werden. „Gerade in diesem Finanzierungsbereich schlummert noch viel verborgenes Potential“, erklärte Fahrenschon auf der Konferenz.

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BVK-Geschäftsführerin Dörte Höppner, Bayerns Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU) und BVK-Vorstandsvorsitzender Dr. Peter Terhart treten vor der Presse gemeinsam für eine Förderung von Private Equity in Deutschland ein.

Bayerns Finanzminister informierte sich während des mehrstündigen Fachgespräches ausführlich über Beispielfälle von Private Equity-Engagements. Karl Haeusgen, CEO der HAWE Hydraulik SE, und Dr. Günther Niethammer, BVK-Vorstand sowie Partner und Geschäftsführer der Odewald & Compagnie, erläuterten am Beispiel des Hydraulikherstellers HAWE wie ein Familienunternehmen mit Hilfe von Beteiligungskapital seine Marktposition nicht nur festigen, sondern zu einem führenden Mittelständler aufsteigen konnte. Wie sich der Endoskopie-Hersteller invendo medical GmbH derzeit mit Beteiligungskapital für den US-amerikanischen Markteintritt fit macht, schilderten Berthold Hackl, CEO des Medizingeräte-Herstellers, und der beteiligte Investor Rolf C. Dienst, Founding Partner der Wellington Partners GmbH. Hingegen erläuterte Marko Maschek, Partner der PINOVA Capital GmbH, welche Bedeutung Private Equity-Investitionen für das Marktsegment Cleantech haben. Die junge Münchener Beteiligungsgesellschaft PINOVA befindet sich derzeit im Fundraising und legt ihren Fokus auf Cleantech-Investments. Maschek wies darauf hin, dass die Politik bei den Rahmenbedingungen dringend nachbessern müsse, damit Deutschland im Vergleich zu den Vereinigten Staaten bei den Zukunftstechnologien nicht ins Hintertreffen gerate.

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Der BVK im Fachgespräch mit der CSU-Wirtschaftskommission

Auf der anschließenden Pressekonferenz bezog Finanzminister Fahrenschon öffentlich Stellung für privates Beteiligungskapital: „Neben jungen Unternehmen kann auch der Mittelstand von alternativen Finanzierungsformen profitieren.“ Mit Private Equity könne die meist eher schwache Eigenkapitalbasis der deutschen Unternehmen gestärkt werden. „Wir haben daher eine Passage zu Beteiligungskapital in unser Regierungsprogramm mit aufgenommen“, sagte der Finanzminister. Dr. Peter Terhart, Vorstandsvorsitzender des BVK, wies bei der gemeinsamen Pressekonferenz darauf hin, dass Beteiligungskapitalgesellschaften Unternehmen nicht nur mit finanziellen Mitteln, sondern auch mit Know-how und Erfahrung stärken würden. „Wir leisten einen wichtigen Wertschöpfungsbeitrag für die Unternehmen und die gesamte Volkswirtschaft“, sagte Terhart in München.