Firmengruppe Moeller: Zurück zum Kerngeschäft
Die Moeller Firmengruppe mit Hauptsitz in Bonn ist eines der größten, privat geführten Industrieunternehmen Deutschlands und ein weltweiter Anbieter von elektrotechnischen Komponenten für die Energieverteilung und Automatisierung in der Industrie, in Infrastrukturgebäuden und in Wohnhäusern.
Die von Advent International beratenen Investorenfonds erwerben Moeller im Jahr 2003 zu einer Zeit, als das Unternehmen in großen operativen und finanziellen Schwierigkeiten steckt. Diese resultieren aus mehreren Strategiewechseln, hoher Fluktuation im Management, wenig transparenten Unternehmensstrukturen und dem Konjunktureinbruch in 2001. Das Unternehmen verliert Umsatz, schreibt Verluste, kann seine Bankverbindlichkeiten nicht bedienen und wird von einem Konsortium aus 19 Banken kontrolliert, die ein neues Management etabliert haben.
In einem gründlichen Prozeß erarbeitet das Management gemeinsam mit Advent eine Geschäftsstrategie mit einem detaillierten Plan, um Moeller auf zukunftsträchtige Geschäftsbereiche mit Wachstumspotential zu fokussieren und so zurück in die Gewinnzone zu führen. Maßgeblichen Anteil daran haben zwei sogenannte Operating Partner von Advent, Branchenexperten mit langjähriger Management-Erfahrung in der Elektrotechnik, die Advent exklusiv unterstützen. Insgesamt umfaßt der Operating Partner-Pool von Advent 25 Experten aus verschiedenen Branchen.
Gleichzeitig mit der Akquisition von Moeller führen die Advent Fonds eine Kapitalerhöhung zur Stärkung der Kapitalbasis und Finanzierung des Geschäftsplans durch. Das Management wird verstärkt durch eine Führungskraft aus dem Unternehmen und ergänzt durch die zwei Operating Partner, die sich sonst üblicherweise auf Positionen im Beirat oder Aufsichtsrat beschränken. Die Umsetzung der Geschäftsstrategie beginnt unmittelbar mit einer Vielzahl von gezielten Einzelmaßnahmen in den folgenden Bereichen:
- Konzentration auf die Stärken von Moeller, d.h. auf die Herstellung und den Vertrieb von elektrotechnischen Komponenten für die Industrie- und Gebäudeautomation (das Kerngeschäft), und konsequenter Ausstieg aus dem defizitären Geschäftsbereich „Systems“, dessen Aktivitäten in mehreren einzelnen Transaktionen an geeignete Unternehmen veräußert werden.
- Gezielter Ausbau der Marktposition im Kerngeschäft, z.B. durch Reorganisation des Vertriebs, Einführung von Key Account Management, Investitionen in neue Produkte und deren Markteinführung sowie internationale Expansion.
- Klare Optimierung der Unternehmensstrukturen und internen Prozesse hinsichtlich Transparenz und Effizienz, u.a. im Einkauf, in der Verwaltung und in der Produktion. Mit Investitionen werden bestehende Werke optimiert, zusammengeführt und teilweise restrukturiert sowie neue Werke aufgebaut.