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Maredo Restaurants Holding GmbH: Saftige Steaks und südamerikanisches Flair
Die Systemgastronomie ist seit den 1970er Jahren auf dem Vormarsch: Inzwischen gibt es in Deutschland eine Vielzahl von Restaurantketten, die speziell in den Innenstädten vertreten sind. Ein Beispiel sind die Steakhäuser "mit dem argentinischen Stier" unter dem Dach der Maredo Restaurants Holding GmbH. Das Unternehmen, das eine ambitionierte Wachstumsstrategie verfolgt, ist seit kurzem mehrheitlich im Besitz des Finanzinvestors ECM.
For sale
Ein Interieur im unbeschwerten Stil südamerikanischer Grillrestaurants und ein kulinarisches Angebot, das vor allem Steaks, aber auch Salate, Lamm, Geflügel, Schwein und Fisch umfasst – das ist das Rezept der Steakhauskette Maredo. Alle Filialen folgen diesem standardisierten Konzept. Management, Controlling, Marketing und PR werden zentral von der in Düsseldorf ansässigen Maredo Restaurants Holding GmbH gesteuert. Die Wurzeln der Kette liegen auf dem Berliner Ku’damm, wo das Unternehmen 1973 sein erstes Restaurant eröffnete. 20 Jahre später, 1994, zogen sich die Gründer Manfred Holl, Karl-Heinz Reinheimer und Udo Schlote aus dem Geschäft zurück und verkauften Maredo an den britischen Brauerei- und Gaststätten-Konzern Whitbread. Whitbread hatte in Deutschland seit 1990 die Steakhauskette Churrasco betrieben. Mit der Übernahme von Maredo stieg Whitbread auf einen Schlag zu Deutschlands Nummer eins der Steakhaus-Betreiber auf. Ab 1999 stellte der Whitbread-Konzern die Marke Churrasco schrittweise auf Maredo um, mit dem Ziel, flächendeckend eine starke Marke zu etablieren. 2005 verordnete sich Whitbread eine strategische Schlankheitskur und stieß einige seiner Geschäftsfelder ab, darunter auch Maredo. Diese Chance ergriff der bisherige Geschäftsführer Uwe Büscher und übernahm gemeinsam mit weiteren Managern und den Finanzinvestoren ECM, Parcom Capital und Fortis Private Equity Maredo. Nach dem Management Buyout schloss die Geschäftsführung unrentable Restaurants und eröffnete fünf neue Steakhäuser in günstigeren Lagen.
Auf Expansionskurs
Heute betreibt Maredo 57 Restaurants in Deutschland und drei Restaurants in Österreich. Nach Umsatz und Zahl der Restaurants ist Maredo Marktführer im Steakhaussegment und hat die Nase vorn vor Konkurrenten wie der Hamburger Kette Block House. Im gesamten deutschen Gastronomiemarkt belegt Maredo nach einem Ranking der Zeitschrift Food-Service Rang 17 – eine Platzierung, die das Management anspornt, in den nächsten Jahren in die Top 10 der Restaurantketten einzuziehen. Das Wachstum sollte ein zweiter Management Buyout finanzieren: Im Frühjahr kauften ECM und das Maredo-Management den bisherigen Co-Anteilseigner Parcom Capital und Fortis Private Equity ihre Anteile ab. Auch das Management stockte bei diesem Schritt seine Anteile auf. Das Wachstumspotenzial in Deutschland beziffert das Unternehmen auf 100, in Österreich auf 15 Steakhäuser. Bei der internationalen Expansion setzt Maredo auf Franchising und steht in Verhandlungen mit Franchisenehmern in Osteuropa und im arabischen Raum. Um weitere Zielgruppen zu erschließen, ist zusätzlich ein neues Restaurantkonzept unter dem Dach von Maredo in der Vorbereitungsphase. Damit soll der Umsatz innerhalb der nächsten zwei Jahre die 100 Mio. Euro-Marke durchbrechen.



