IT-Gipfel - Ulrike Hinrichs im Interview mit der Börsenzeitung: Bin es leid, immer mit Feuerlöscher rumzulaufen

Anlässlich des IT-Gipfels und der Rede der Bundeskanzlerin zur Gründerlandschaft in Deutschland führte die Börsenzeitung ein Interview mit Ulrike Hinrichs, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des BVK. Hinrichs zeigte sich im Interview ernüchtert von den wenigen bisherigen Ergebnissen der Bundesregierung zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für Venture Capital. "Wir haben kein Erkenntnisproblem, sondern ein Umsetzungsproblem", so die Geschäftsführerin im Interview.

Die Bundesregierung müsse laut Hinrichs Wort halten und die Maßnahmen des Koalitionsvertrags auch umsetzen. Sie fordert die Regierung auf, ein Venture-Capital-Gesetz zu formulieren, das ein gründerfreundliches Klima für die Start-ups schafft.

Hinrichs wertete es als positives Signal, dass sich die Bundesregierung dem Thema Verlustvorträge erneut widmen wolle und zeigte sich durch die Äußerungen der Bundeskanzlerin ermutigt für die Zukunft und die Verhandlungen mit dem Bundesfinanzministerium.

Als absolut konträr zu den gestrigen Aussagen der Bundeskanzlerin, dem Koalitionsvertrag und der Digitalen Agenda sei der Referentenentwurf zur Anlageverordnung für Versicherungen. Hinrichs sei es leid, immer nur mit dem Feuerlöscher durch die Gegend zu laufen, um das Schlimmste zu verhindern. Hier strebt der BVK Nachbesserungen an, damit auch künftig Versicherungen weiter in Venture Capital investieren können. Mit dem Kapital könnten auch die Anschlussfinanzierungen gestärkt werden. Sobald die Unternehmen mehr Kapital als 1 Mio. Euro benötigen, fehle das Geld. Internationale Standards, wie die Festschreibung der Steuertransparenz und der Verzicht auf Umsatzsteuer auf das Management, seien deshalb für Deutschland zwingend notwendig.

Das vollständige Interview in der Börsenzeitung finden Sie hier.