BVK-Roadshow mit Grünen-Spitzenkandidaten Sven Giegold MdEP bei der SHS Gesellschaft für Beteiligungsmanagement mbH: Wer Gründer fördern will, muss Venture Capital stärken

Wagniskapitalgeber unterstützen deutsche Start-ups bei der Verwirklichung ihrer Ideen und unternehmerischem Erfolg – das wurde Sven Giegold, Spitzenkandidat der GRÜNEN für die Europawahlen und Mitglied des Europäischen Parlaments, beim Besuch der Venture- und Wachstumskapital-Gesellschaft SHS Gesellschaft für Beteiligungs-management mbH am 9. Mai in Tübingen erneut bestätigt. Begleitet von Boris Palmer, dem Oberbürgermeister der Stadt Tübingen, war der Parlamentarier auf Einladung des Bundesverbandes Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) zu Gast bei dem Wachstumsfinanzierer. Dort erhielt er einen Einblick in die tägliche Arbeit eines VC-Gebers und die Auswirkungen der Finanzmarktregulierung darauf.

"Wir wollen Nachhaltigkeit zur Grundlage unseres Wirtschaftens machen, denn heute leben wir von der Substanz. Dazu braucht es eine Vielfalt von innovativen Ideen. Damit diese Zukunftsinvestitionen finanziert werden können, brauchen Unternehmer Zugang zu langfristigem Kapital. Venture Capital leistet hierzu einen wichtigen Beitrag", sagt Sven Giegold MdEP.

"Damit die Gründerszene auch in Zukunft von Venture Capital profitieren kann, müssen die Rahmenbedingungen dafür in Deutschland verbessert werden. Die vielen rechtlichen Hürden, die VC-Gesellschaften beim Fundraising, d.h. beim Einwerben der finanziellen Mittel für den Fonds, zu überwinden haben, sind bei uns zu hoch", sagt Ulrike Hinrichs, Geschäftsführerin des BVK.

Drei Portfoliogesellschaften von SHS wurden Giegold und Palmer vorgestellt, um das Zusammenspiel zwischen Investor und Unternehmen anhand konkreter Beispiele zu verdeutlichen. Die Case Studies der Unternehmen Vita 34, Novosis und numares aus dem Bereich Life Sciences und Medizintechnik veranschaulichten, dass SHS nicht nur Kapital zur Verfügung stellt, sondern den Unternehmern auch mit Know-how und Managementerfahrung zur Seite steht.

"Wir sind ein erfahrener Wachstums- und Venture-Capital-Investor und verstehen uns nicht als Technologie-Scout, sondern als nachhaltiger Entwickler unserer Beteiligungsunternehmen", sagt Dr. Bernhard Schirmers, Gründer und Partner SHS, über den Ansatz der Beteiligungsgesellschaft.

"Tübingen hat als bekannte Universitätsstadt gute Voraussetzungen für eine Start-up-Hochburg", sagt Oberbürgermeister Boris Palmer. Gerade Universitätsausgründungen zählen zu den erfolgreichen Start-ups, die insbesondere im Bereich Medizin zukunftsweisende Entwicklungen vorantreiben können. "Ich freue mich, dass SHS von Tübingen aus seit mehr als 20 Jahren einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Gründungskultur leistet. Dies erhöht die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Tübingen."

Als eine der ersten VC-Gesellschaften in Deutschland ist SHS sowohl als sog. EuVECA nach der seit Juli 2013 geltenden europäischen Venture-Capital-Verordnung als auch nach dem zeitgleich Inkraft getretenen Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) registriert. "Wir haben uns ganz bewusst sehr frühzeitig den neuen, komplexen aufsichtsrechtlichen Vorgaben gestellt. Für unsere tägliche Arbeit bedeutet die Regulierung allerdings auch ein erhebliches Mehr an bürokratischem Aufwand und zusätzlichen Kosten", erklärt Hubertus Leonhardt, Geschäftsführer und Partner SHS.

Die SHS ist eine der wenigen VC-Gesellschaften in Deutschland, die auch Later-Stage-Finanzierungen unterstützt. Gerade im Bereich der Anschlussfinanzierungen nach der Seed-Phase ist der Kapitalbedarf der Start-ups besonders hoch, das können nicht alle VC-Geber stemmen. "Wenn Start-ups nach einer erfolgreichen Gründung Kapital im Millionen-Bereich für ihr weiteres Wachstum benötigen, fehlen oftmals die finanziellen Mittel. Deswegen müssen Investitionen in VC-Fonds attraktiver gemacht werden. Hier besteht Handlungsbedarf. Für junge Unternehmen ist zudem der Erhalt der Verlustvorträge von großer Bedeutung", erläutert BVK-Geschäftsführerin Hinrichs.

"Wichtiger als Steuergeschenke ist eine Reform der Lebensversicherungen und Pensionsfonds in Deutschland", meint Sven Giegold. "Mit privater Altersvorsorge, die stärker in Eigenkapital anstatt in Staatsanleihen investiert, ließe sich problemlos genügend lang¬fristiges Kapital auftreiben, um Innovationen und nachhaltige Investitionen zu finanzieren. Zur Überwindung der Arbeitslosigkeit in Südeuropa und zum grünen Umbau der Wirtschaft."


v.l.n.r.: Oberbürgermeister Boris Palmer, BVK-Geschäftsführerin Ulrike Hinrichs, Sven Giegold MdEP, SHS Managing Partner Hubertus Leonhardt, SHS-Gründer und Managing Partner Dr. Bernhard Schirmers


v.l.n.r.: Ulrike Hinrichs, Oberbürgermeister Boris Palmer, Sven Giegold MdEP, und die Vertreter von SHS Dr. Berhard Schirmers und Hubertus Leonhardt in der Diskussion um Venture Capital.