Nord Abend in Berlin: 200 Gäste informierten sich über Beteiligungskapital in der Ernährungsbranche

Am gestrigen Donnerstag fand der "Nord-Abend" des Bundesverbandes Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK), des Verbandes Deutscher Bürgschaftsbanken (VDB) sowie der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaften(MBGen) Niedersachsens und Schleswig-Holsteins statt. Rund 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Medien und Gesellschaft waren in die Landesvertretungen Niedersachsen und Schleswig-Holstein in Berlin gekommen, darunter Ursula von der Leyen (CDU), Bundesministerin für Arbeit und Soziales, und Cornelia Pieper (FDP), Staatsministerin im Auswärtigen Amt. "Dass uns heute eine Bundesministerin für Arbeit und Soziales besucht, unterstreicht noch einmal den Fakt, dass unsere Branche nicht nur Unternehmen finanziert, sondern ein wichtiger Garant für Beschäftigung in Deutschland ist", sagt der BVK-Vorstandsvorsitzende Matthias Kues. In beteiligungskapitalfinanzierten Unternehmen sind hierzulande derzeit eine Million Menschen beschäftigt. Nach dem "Bayern Abend" im Frühjahr 2012 setzt der BVK mit dem "Nord Abend" die erfolgreiche Reihe der Parlamentarischen Abende fort.



Podiumsdiskussion zum Thema "Beteiligungskapital in der Ernährungswirtschaft"




Get-together bei norddeutschen Spezialitäten im Anschluss an den offiziellen Teil


"Es freut mich, dass der BVK gemeinsam mit seinen Partnern VDB und den MBGen heute den Fokus auf Beteiligungskapital in Niedersachsen und Schleswig-Holstein legt und Einblicke in diese alternative Finanzierungsform gibt", sagte der Bevollmächtigte des Landes Niedersachsen beim Bund, Staatssekretär Michael Rüter. "Gerade kleinere und mittlere Unternehmen in Niedersachsen können durch den Einsatz von privatem Kapital profitieren, um damit Investitionen zu finanzieren und Arbeitsplätze zu schaffen und zu sichern", so Rüter weiter. Der Staatssekretär aus dem schleswig-holsteinischen Wirtschaftsministerium, Dr. Frank Nägele, ergänzte: "Beteiligungskapital wird an Bedeutung weiter zunehmen. Gerade zur Unterstützung von Wachstum und Innovationen, aber auch im Bereich der Unternehmensnachfolgen kann Beteiligungskapital Lösungsansätze bieten."

Der Beauftragte der Bundesregierung für den Mittelstand, der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundeswirtschaftsminister, Ernst Burgbacher MdB, unterstrich, dass Beteiligungskapital gerade für den Mittelstand ein wichtiger Faktor sei: "Um im weltweiten Wettbewerb zu bestehen, müssen mittelständische Unternehmen ihre Produkte ständig weiterentwickeln und neue Märkte erschließen. Eine solide Eigenkapitalstruktur ist hierfür eine wichtige Voraussetzung."

Unternehmer aus Norddeutschland im Gespräch mit BVK und Ernährungsindustrie

Über Beteiligungskapital in der Ernährungsbranche diskutierten in der anschließenden Podiumsdiskussion BVK-Vorstand und Geschäftsführer der MBG Schleswig-Holstein Dr. Gerd-Rüdiger Steffen, Rainer Carstens, Geschäftsführer der Westhof GmbH & Co. KG, Christoph Minhoff, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) und Sebastian Schubert, Prokurist der Privatbrauerei Herrenhausen GmbH. Sie gingen dabei u.a. der Frage nach, welche Auswirkungen die Finanzierung mit Beteiligungskapital auf den Erfolg mittelständischer Unternehmen der Ernährungsbranche hatte. Moderiert wurde die Diskussion von BVK-Geschäftsführerin Ulrike Hinrichs.

Beteiligungskapital ist in den Ländern Niedersachsen und Schleswig-Holstein von großer Bedeutung. Allein in den vergangenen drei Jahren wurden dort weit mehr als 600 Millionen Euro Beteiligungskapital investiert. Dadurch wurden zahlreiche Unternehmensgründungen und wirtschaftliches Wachstum, insbesondere im Mittelstand, ermöglicht.

Beim anschließenden Get-together mit norddeutschem Buffet sorgte der aus Niedersachsen stammende Kabarettist Dietmar Wischmeyer alias Günther, der Treckerfahrer für gute Unterhaltung.

Vor Ort präsentierten sich an verschiedenen Ständen die Partnerunternehmen der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaften aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Die Produkt-Palette reichte von frisch gepressten Bio-Säften über Feinkost-Suppen bis hin zu norddeutschem Bier.

Fotos: © Jens Jeske www.jens-jeske.de