Bundesbankvorstand Dombret: Private Equity gehört nicht zu Schattenbankensektor

Schattenbanken sind aktuell ein großes Thema, sowohl in der Politik – vor dem Hintergrund der Regulierung – als auch immer wieder in den Medien. Private Equity gehört klar nicht zum Schattenbankensektor, darauf weist der BVK bereits seit einiger Zeit hin. Bestätigt hat dies auch Dr. Andreas Dombret, Vorstand der Deutschen Bundesbank, in einer Rede, die er im Mai 2011 auf dem Deutschen Eigenkapitaltag gehalten hat. Dombret zufolge sind Beteiligungsgesellschaften keine Schattenbanken, denn sie stellen Eigenkapital zur Verfügung. Und auch das Financial Stability Board (FSB) sowie die US-Notenbank sind sich einig: Zu Schattenbanken zählen Finanzmarktakteure, die Kreditintermediation unter Beteiligung von Einheiten und Aktivitäten außerhalb des regulären Bankensystems betreiben - also Zweckgesellschaften, Geldmarktfonds, Verbriefungen, strukturierte Investmentvehikel und Hedgefonds. Private Equity-Gesellschaften gehören nicht dazu.

Private Equity- und Venture Capital-Fonds stellen haftendes Eigenkapital für den Erwerb von Unternehmensbeteiligungen in unterschiedlichen Phasen der Unternehmensentwicklung bereit. Beteiligungsgesellschaften betreiben keine Kreditintermediation, sie investieren weder in Fremdkapital noch in Kreditinstrumente. Private Equity-Fonds werben Kapital von überwiegend institutionellen Investoren ein und investieren dieses langfristig in Unternehmen. Fondsanteile werden weder zurück- noch weitergegeben - hierin unterscheiden sich Beteiligungsgesellschaften klar von Hedgefonds.

Die vollständige Rede von Dr. Andreas Dombret beim 12. Deutschen Eigenkapitaltag finden Sie hier.