Dokumentation zu Wagnis- und Beteiligungskapital in Ostdeutschland

Die von Prognos durchgeführte Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass in Ostdeutschland vor allem von öffentlicher Seite Beteiligungskapital gefördert wird. Zwischen 1992 und 2008 sind knapp 4,7 Mrd. € von Beteiligungsgesellschaften in Unternehmen in Ostdeutschland geflossen, davon allein 1,9 Mrd. € in Berliner Unternehmen. Im Westen des Landes flossen im selben Zeitraum 30,9 Mrd. € an privatem Kapital in Unternehmen. Der Hauptgrund, warum Unternehmen eine Eigenkapitalbeteiligung ausschließen, ist die Angst vor zu viel Einfluss der Investoren. Eine Befragung von 180 ostdeutschen Unternehmen kam zu dem Ergebnis, dass 80 % der Unternehmen mit klassischen Finanzierungsformen wie Krediten arbeiten. Dabei können Beteiligungsgesellschaften gerade in der Gründungsphase hilfreich sein, da Banken hier keine Kredite geben. Kapitalgeber und potenzielle Empfänger sollten nur an einen Tisch gebracht werden.