Studien

In dieser Rubrik stellen wir verschiedene Studien wissenschaftlicher und anderer Institutionen zum Thema Private Equity vor. Einen umfassenderen Überblick über weitere Studien und Publikationen zu Private Equity finden Sie in unserer Literaturliste.

Die von Prognos durchgeführte Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass in Ostdeutschland vor allem von öffentlicher Seite Beteiligungskapital gefördert wird. Zwischen 1992 und 2008 sind knapp 4,7 Mrd. € von Beteiligungsgesellschaften in Unternehmen in Ostdeutschland geflossen, davon allein 1,9 Mrd. € in Berliner Unternehmen. Im Westen des Landes flossen im selben Zeitraum 30,9 Mrd. € an privatem Kapital in Unternehmen. Der Hauptgrund, warum Unternehmen eine Eigenkapitalbeteiligung ausschließen, ist die Angst vor zu viel Einfluss der Investoren. Eine Befragung von 180 ostdeutschen Unternehmen kam zu dem Ergebnis, dass 80 % der Unternehmen mit klassischen Finanzierungsformen wie Krediten arbeiten. Dabei können Beteiligungsgesellschaften gerade in der Gründungsphase hilfreich sein, da Banken hier keine Kredite geben. Kapitalgeber und potenzielle Empfänger sollten nur an einen Tisch gebracht werden.

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Unternehmen erzielen durch Private Equity auch bei geringem Fremdkapitaleinsatz eine hohe Wertschöpfung. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie des Private Equity-Dachfonds Capital Dynamics in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Dr. Ann-Kristin Achleitner (TU München). Die Studie ist eine der umfangreichsten zur Analyse von Wertsteigerungshebeln in Private Equity-Transaktionen. Die Studie zeigt, dass unter Beteiligung von Private Equity eine durchschnittliche Unternehmenswertsteigerung von 272 % erreicht werden konnte. Diese Wertschöpfung ist jedoch nicht nur von Fremdkapital abhängig, das durch Private Equity in die Unternehmen eingebracht wird. Der Leverage-Effekt, also die Erhöhung der Eigenkapitalrendite durch den Einsatz von Fremdkapital, macht nur ein Drittel der gesamten Wertschöpfung aus. Dagegen werden zwei Drittel der Wertsteigerung durch operative Verbesserungen im Unternehmen generiert, die sich vor allem durch Umsatzsteigerungen ergaben.

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Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass trotz Finanz- und Konjunkturkrise der Markt für M&A-Transaktionen im Bereich Cleantech eine ungebrochene Dynamik aufweist. So geben 50 % der Studienteilnehmer an, dass die Zahl der Anfragen im ersten Quartal 2009 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum unverändert geblieben oder sogar angestiegen ist. Entsprechend hoch bleiben die angegebenen, zu erzielenden Kaufpreise im Vergleich zu anderen Branchen. Nach Auffassung der befragten Professionals sind die langfristigen positiven Wachstumstreiber des Cleantech-Bereichs weiter intakt. Daher rechnet das Gros der Studienteilnehmer mit einem Aufschwung schon ab dem Jahr 2010.

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Während Banken sich wegen zu hoher Unsicherheiten und großer Informationsasymmetrien zunehmend aus dem Kreditvergabegeschäft mit kleinen Unternehmen zurückziehen, schließen Private Equity-Investoren mit ihren Möglichkeiten des „stage financing“, den individuell abgeschlossenen Verträgen und vor allem der aktiven Begleitung der finanzierten Unternehmen, genau diese Lücke. Das Working Paper der EZB untersucht diese Entwicklungen und den Einfluss von Private Equity auf Unternehmensgründungen in Europa. Der Studie zur Folge haben Private Equity im Allgemeinen und Venture Capital im Besonderen einen positiven Effekt auf die Marktplatzierung innovativer Ideen. Die Studie legte hierbei nicht den Fokus auf den Umsatz der betrachteten Unternehmen, sondern vielmehr auf den Einfluss, den Private Equity-Investitionen auf unternehmerisches Handeln in einer Volkswirtschaft nehmen. Demnach ist die Ausgestaltung von forschungs- und entwicklungsintensiven Industrien mit hohen Markteinstiegsbarrieren signifikant höher, je ausgeprägter die Private Equity-Branche im jeweiligen Land ist.

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Die steuerlichen Rahmenbedingungen für Private Equity sind in Deutschland in den vergangenen Jahren nicht freundlicher, sondern eher restriktiver und in ihrer Anwendung sehr komplex geworden. Damit hinkt Deutschland im internationalen Vergleich klar hinterher, mit dem Ergebnis, dass weniger Private Equity-Investitionen in Deutschland stattfinden. Die Studie untersucht rechtliche Rahmenbedingungen für Private Equity-Fonds und wichtige steuerliche Regelungen für Unternehmen und vergleicht diese mit den entsprechenden Regelungen in Frankreich, Großbritannien und den USA.

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In der Studie untersucht Prof. Per Strömberg von der Stockholm School of Economics und Direktor des Institute for Financial Research (SIFR) unabhängige Studien über den wirtschaftlichen und sozialen Einfluss von Private Equity und Venture Capital in Europa für den Zeitraum zwischen 1980 und 2009. Die Kernaussage Strömbergs lautet: Der Einfluss von Beteiligungsgesellschaften ist grundsätzlich positiv. Darüber hinaus gibt es keinen wissenschaftlichen Beleg dafür, dass Engagements von Private Equity-Gesellschaften, etwa durch den Einsatz von Fremdkapital, einen wirtschaftlichen Abschwung fördern. Vielmehr haben die Aktivitäten von Beteiligungsgesellschaften einen positiven Effekt auf die Wirtschaftssituation in Zeiten einer Rezession, in der der Zugang zu Kapital erschwert wird.

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In seinem zweiten Bericht über die weltweite wirtschaftliche Bedeutung von Private Equity beschäftigt sich das Weltwirtschaftsforum schwerpunktmäßig mit der Qualität des Managements von Private Equity-geführten Unternehmen. Die Ergebnisse: Die Portfolio-Unternehmen werden allgemein besser geführt als vergleichbare Wettbewerber, die sich in staatlichem oder privatem Besitz befinden. Außerdem verzeichnen Unternehmen, die von privaten Beteiligungsgesellschaften übernommen worden sind, eine höhere Produktivität und höhere Wachstumsraten als andere. Das Weltwirtschaftsforum untersuchte weltweit rund 4.000 von Private Equity-Gesellschaften finanzierte Unternehmen.

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Private Equity hat nicht nur für deutsche Unternehmen, sondern auch für die deutsche Wirtschaft eine große Bedeutung. Dies belegt die neue Studie „Die Bedeutung von Buy-Outs/-Ins für unternehmerische Effizienz, Effektivität und Corporate Governance“ des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), die im Auftrag des Bundesverbands Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften e.V. (BVK) erstellt wurde. Sie untersucht die Entwicklung des deutschen Marktes für Mehrheitsbeteiligungen (Buy-Outs) und gibt einen Überblick über die einschlägige nationale und internationale wirtschaftswissenschaftliche Forschung zu diesem Thema. Vorurteile über die Buy-Out-Branche wurden in einen finanzwirtschaftlichen Kontext gestellt und auf ihre Stichhaltigkeit überprüft.

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Die Studie von Dr. André Betzer und Jasmin Gider (beide Uni Bonn) sowie Professor Dr. Dr. Ann-Kristin Achleitner (TU München) beleuchtet die unterschiedlichen Investitionsmotive von Finanzinvestoren am deutschen Kapitalmarkt. Demnach sind Private Equity-Fonds eher auf langfristige Unternehmensbeteiligungen ausgerichtet anstatt auf die kurzfristige Steigerung der Aktienkurse. Letzteres scheint dagegen das Ziel der meisten Hedge Fonds zu sein. Die kritische Haltung von Öffentlichkeit und Politik gegenüber Finanzinvestoren im Allgemeinen sei daher zu undifferenziert. Untersucht wurden 57 Private Equity- und 96 Hedge Fonds-Beteiligungen.

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Die Studie vergleicht und analysiert die steuerlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen für Private Equity und Unternehmertum in Europa. Laut der Studie 2008 ist Deutschland im internationalen Vergleich weiter zurückgefallen. In der Rangliste der 27 untersuchten Länder belegt Deutschland Platz 22 - nach Rang 20 (von 25) im Jahr 2006. Neben Deutschland hat sich nur Estland weiter verschlechtert, alle anderen Länder haben ihre Position entweder verbessert oder ihr Niveau gehalten. Diese Ergebnisse belegen einmal mehr, wie stark die steuerlichen und gesetzlichen Rahmenbedingungen die wirtschaftliche Position eines Landes beeinflussen können. Deutschland hat hier großen Nachholbedarf.

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