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BVK-Halbzeitbilanz 2015 - Europäischer Fonds für Strategische Investitionen (EFSI)<br>Wachstumsfonds Bayern<br>CSU-Beirat „Neue Gründer Bayern“

18 EFSI: EIN EUROPÄISCHER FONDS FÜR STRATEGISCHE INVESTITIONEN – ANHÖRUNG IM EUROPAAUSSCHUSS DES BUNDESTAGES Der Präsident der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, hat im November 2014 einen Plan für eine Investitionsoffensive für Europa vorgelegt. Danach ist unter anderem die Einrichtung eines EUROPÄISCHEN FONDS FÜR STRATEGISCHE INVESTITIONEN (EFSI) vorgesehen. Neben der Finanzierung von Infrastrukturprojek- ten sollen mit Hilfe des EFSI auch risikoreichere Investitionsvorhaben in kleine und mittelgroße Unternehmen gefördert werden. Ziel ist es, durch staatliche EFSI-Mittel, etwa auf der Basis eines Garantieprogramms, weitere private Investitionen zu mobilisieren. Im Zuge der ÖFFENTLICHEN ANHÖRUNG des Ausschusses für Angelegenheiten der Europäi- schen Union im Deutschen Bundestag wurden wir als Sachverständiger zu dem EFSI-Vorha- ben angehört. In diesem Rahmen haben wir die europäische Investitionsoffensive ausdrücklich begrüßt und DABEI DEUTLICH GEMACHT, dass ein entsprechender europäischer Fonds, nicht nur in Verbindung eines Garantieprogramms, sondern auch im Kontext weiterer investitionsfördernder Maßnahmen, private Mittel für Beteiligungskapi- talfonds aktivieren und damit mehr Risikokapital für Unternehmen in Deutschland und Europa bereitstellen könnte. Ebenfalls sehr positiv stehen wir dem durch die EU-Kommission vorgelegten GRÜNBUCH ZUR KAPITALMARKTUNION gegenüber. Diese Initiative verfolgt eine ähnliche Zielsetzung wie der EFSI und will freien Kapitalverkehr in der Europäischen Union vertiefen und erweitern, um mehr Wachs- tum zu schaffen und Beschäftigung zu fördern. Die Initiative kann wichtige Impulse für bessere Rahmenbedingungen für Venture Capital und Private Equity in Deutschland und Europa geben. WACHSTUMSFONDS BAYERN Der im März 2015 aufgelegte WACHSTUMSFONDS BAYERN ist mit 100 Millionen Euro an staatlichen Mitteln ausgestattet und soll durch die Ko-Invest- ments privater Risikokapitalgeber bis zu 250 Milli- onen Euro an Wachstumsinvestitionen für Bayern mobilisieren. Für den als staatlichen Ko-Invest- mentfonds betriebenen Wachstumsfonds stellt das Bayerische Wirtschaftsministerium 30 Millionen Euro an Haushaltsmitteln zur Verfügung. Mit den Mitteln wird ein Haftungsfonds gespeist, der als Basis für die Aufnahme von 100 Millionen Euro am Kapitalmarkt dient. Der Haftungsfonds deckt die Zinsen für die Kapitalaufnahme, einen möglichen Risikoausfall und die anfallenden Ver- waltungskosten des Wachstumsfonds. Bayerische Existenzgründer können sich mit der Aussicht auf Ko-Finanzierung an die Bayern Kapital GmbH wenden. Voraussetzung für ein staatliches Ko-Investment ist, dass das Start-up bereits einen Lead-Investor gefunden hat, der das mögliche staatliche Investment mindestens zum gleichen Teil in das Unternehmen investiert. Der vom BVK-Mitglied Bayern Kapital GmbH gemanagte Wachstumsfonds Bayern ergänzt und erweitert das bereits bestehende Angebot an Finanzierungsmöglichkeiten für bayerische Grün- der. Bei Finanzierungsbeträgen von 2 Mio. € bis 8 Mio. € je Start-up ist der Wachstumsfonds Bayern ein entscheidender Baustein der Gründer- initiative des Bayerischen Wirtschaftsministeriums ‚Gründerland Bayern‘. CSU-BEIRAT „NEUE GRÜNDER BAYERN“: BVK ALS GRÜNDUNGSMITGLIED IM GRÜNDUNGSGREMIUM Wir sind als Gründungsmitglied des CSU-Beirates „NEUE GRÜNDER BAYERN“, den CSU-Generalse- kretär Andreas Scheuer MdB Anfang 2015 ins Leben gerufen hat, und in der Steuerrunde des Gremiums vertreten. Das Experten-Gremium berät die CSU bei der Entwicklung bestmöglicher Bedingungen für Unternehmensgründungen am Standort Bayern. Dem Beirat gehören rund 25 Mitglieder an: neben Gründerinnen und Gründer auch Vertreter von Verbänden sowie Netzwer- ken, der Wissenschaft und der Kapitalgeberseite. Zuletzt befasste sich das Gremium intensiv mit den Finanzierungsbedingungen für innovative und technologieorientierte Jungunternehmen. Künftig wird unter anderem die bessere Zusammenarbeit zwischen Start-ups und dem bayerischen Mittel- stand bzw. großen Unternehmen im Fokus der Arbeit des Beirats stehen.

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