BVK begrüßt die überarbeitete EuVECA-Verordnung, die Investitionen in Risikokapital stärkt

Neues aus dem BVK
15.07.2016

Die von EU-Kommissar Jonathan Hill vorgeschlagenen Änderungen zur europäischen Venture Capital-Verordnung (EuVECA) werden vom BVK stark begrüßt.  Auch strenge Anforderungen haben bisher dazu geführt, dass zu wenig Wagniskapitalgeber das EuVECA-Aufsichtsregime in Anspruch genommen haben. Die Vorschläge erhöhen die Attraktivität der Verordnung, schaffen damit bessere Rahmenbedingungen für Venture Capital-Geber und führen in der Folge zu vereinfachten Finanzierungsbedingungen junger Unternehmen.

Die Kommission hat nun vorgeschlagen:

  • dass Fondsverwalter mit einem verwalteten Vermögen von über 500 Millionen Euro EuVECA-Fonds und Europäische Fonds für soziales Unternehmertum (EuSEF) verwalten und vertreiben dürfen
  • die EuVECA-Registrierung im Verfahren vereinfacht und billiger wird, da es den zuständigen nationalen Behörden künftig ausdrücklich verboten ist, Gebühren zu erheben
  • dass sich auch an den KMU-Wachstumsmärkten registrierte Unternehmen über EuVECA-Investitionen finanzieren dürfen

Mit den Vorschlägen greift die EU-Kommission die Ankündigungen des Aktionsplans der Kapitalmarktunion auf, Investitionen in Venture Capital und damit die alternative Unternehmensfinanzierung in Europa zu stärken. Auch die Bundesregierung täte gut daran, sich auf die eigenen Zielvorgaben zurückzubesinnen und mit einem Venture Capital-Gesetz Wagniskapital in Deutschland attraktiver zu machen. Deutschland darf bei den Venture Capital-Investitionen nicht weiter ins Hintertreffen geraten.