Woher kommt das Kapital, das Private Equity-Gesellschaften investieren?

Private Equity-Gesellschaften stellen Unternehmen, in die sie investieren, Eigenkapital zur Verfügung. Dieses Kapital stammt beinahe ausschließlich von so genannten institutionellen Investoren. Solche sind beispielsweise Versicherungen, Banken oder Pensionskassen, die einen Teil des von ihnen verwalteten Geldes in Private Equity anlegen. Denn auch wenn Private Equity mit höheren Risiken behaftet ist als traditionelle Anlageformen, so können doch höhere Renditen erzielt werden. Die Beteiligungsgesellschaft verwaltet nun das Kapital, das von den institutionellen Investoren stammt, und investiert es in nicht-börsennotierte Unternehmen. Neben der Bereitstellung von Eigenkapital unterstützen die Beteiligungsgesellschaften das jeweilige Unternehmen mit fachlichem Know-how. Daher steigert sich der Wert des Unternehmens über den Zeitraum der Investition. Den Gewinn, der durch den Verkauf des Unternehmens oder einen Börsengang – im Durchschnitt nach fünf bis sieben Jahren – erzielt wird, erhalten die institutionellen Investoren als Rendite zurück, die letztlich an ihre Kunden weitergegeben wird.

Übrigens: Eine große Bedeutung für Private Equity besitzen die Pensionskassen, die in diese Anlageform wegen der höheren Renditemöglichkeit investieren, um den Arbeitnehmern ihre Rente zu sichern. Ein großer Teil des Kapitals, das in Deutschland ansässige Private Equity-Gesellschaften verwalten, stammt von ausländischen Investoren, da es in Deutschland wegen des umlagefinanzierten Rentensystems so gut wie keine Pensionskassen gibt.