Welche Exit-Möglichkeiten haben Private Equity-Gesellschaften?

Möchte eine Private Equity-Gesellschaft ihre Beteiligung an einem Portfoliounternehmen nach einer Haltedauer von durchschnittlich 4,5 Jahren wieder veräußern, so wird dies Exit genannt. Dafür gibt es verschiedene Strategien.
Bei einem Börsengang, einem so genannten Initial Public Offering (IPO), werden Aktien des Unternehmens über die Börse ausgegeben und so am Kapitalmarkt angeboten. Auf diese Weise kann eine Private Equity-Gesellschaft seinen Anteil in Form von über die Börse gehandelte Aktien verkaufen. Private Equity wird hier also zu Public Equity. Mit dem Börsengang endet die Beteiligung jedoch nicht, denn die Private Equity-Gesellschaft bleibt danach weiter an dem Unternehmen beteiligt und veräußert ihre Anteile erst später vollständig. Daneben besteht die Möglichkeit, dass die Unternehmensbeteiligung durch die Mitgesellschafter beziehungsweise den oder die früheren Gründer zurückgekauft wird. Das nennt man Buy Back. Außerdem können Beteiligungsgesellschaften die Anteile an andere Interessierte weiterverkaufen. Hierbei bieten sich zwei Wege an: Im Rahmen eines sogenannten Trade Sales kann die Beteiligung an ein anderes Unternehmen veräußert werden. Werden die Anteile an eine andere Private Equity-Gesellschaft verkauft, dann spricht man von einem Secondary Purchase bzw. Secondary Buy-Out.