Welche Eckpunkte müssen stimmen, damit eine Beteiligungsgesellschaft investiert?

Bevor sich eine Beteiligungsgesellschaft dafür entscheidet, in ein Unternehmen zu investieren, steht dieses zunächst auf dem Prüfstand. Die Beteiligungsgesellschaften versuchen anhand verschiedener Kriterien zu entscheiden, ob ein Unternehmen eine attraktive Investitionsmöglichkeit mit Wachstumsaussichten ist. Ob ein Unternehmen die Voraussetzungen für eine Beteiligung erfüllt, zeigt sich nicht nur durch ein aussichtsreiches Geschäftsmodell. Ebenso wichtig sind der Kundenstamm sowie die Aussichten auf eine große Zahl an Neukunden, die Wettbewerbssituation im Markt, die vorhandenen und notwendigen finanziellen Mittel und die Fähigkeiten, die Management und Mitarbeiter vorweisen können. An diesen Eckpunkten können die Unternehmer ansetzen und die Beteiligungsgesellschaft von ihrem Können, ihrem Wissen und ihrem Erfolg überzeugen. Sie beeinflussen die Entscheidung für oder gegen die Zusicherung von Private Equity maßgeblich. Dennoch zählen natürlich auch Argumente wie Bilanzen, die steuerliche Situation, bereits geschlossene Verträge sowie die Geschäftsprognosen. Dabei unterscheiden sich die in die Entscheidung einfließenden Punkte und ihre Gewichtung noch nach Art des Unternehmens, seinem Alter, seiner Größe oder etwa seiner Branche. So wird ein junges, innovatives Gründungsunternehmen anders geprüft als ein mittelständisches, etabliertes Unternehmen aus einer eher traditionellen Branche.

In der Praxis scheitern Beteiligungsanfragen oft daran, dass sich Kunden, Märkte und Abnahmemengen weltweit laufend und drastisch ändern – plötzlich bricht der Kundenstamm weg oder der Markt tendiert in eine neue Richtung, auf die das Unternehmen nicht eingestellt ist. Aber es muss nicht alles im Unternehmen perfekt sein, die Beteiligungsgesellschaften bedenken deshalb bereits bei der Prüfung, inwiefern Verbesserungspotenzial besteht und wie man das langfristig gemeinsam mit dem Management umsetzen kann.