Was versteht man unter Rekapitalisierung?

Eine Rekapitalisierung ist eine finanzielle Bilanzstrukturmaßnahme. Dabei werden die auf der Passivseite der Bilanz stehenden Finanzierungsbausteine nach Art der Finanzierung (Eigen-, Mezzanine-, Fremdkapital), Kapitalgebern oder Laufzeit neu strukturiert, um die Kapitalkosten zu senken. Beispiele sind etwa die Umschuldung von Bankkrediten. Bei Private Equity-finanzierten Unternehmen versteht man unter Rekapitalisierung das Ersetzen eines Teil des im Unternehmen gebundenen Eigenkapitals durch Fremdkapital. Die frei gewordenen Mittel fließen dann an den Private Equity-Fonds zurück. Das hierfür notwendige Fremdkapital wird den übernommenen Unternehmen von Banken jedoch nur dann gewährt, wenn das Unternehmen wirtschaftlich in der Lage ist, das zusätzliche Fremdkapital zu bedienen. Ziel ist es, das im Unternehmen gebundene, relativ teure Eigenkapital durch zinsgünstigeres Fremdkapital zu ersetzen.