Was versteht man unter Listed Private Equity?

Mit dem Begriff Listed Private Equity wird börsennotiertes Beteiligungskapital bezeichnet. Dabei nutzen Beteiligungsgesellschaften die Börse als Möglichkeit, bei privaten und institutionellen Investoren Kapital einzuwerben, um es dann in Unternehmen zu investieren. Börsennotiertes Beteiligungskapital kommt dabei wie klassisches Beteiligungskapital in den verschiedenen Private Equity-Segmenten (z.B. Buy-Outs, Venture Capital oder Mezzanine-Investitionen) zum Einsatz.
Listed Private Equity weist für die Anleger einige Vorteile auf: Sie haben jederzeit die Möglichkeit, ihre Anteile wieder über die Börse zu verkaufen. Außerdem sind Managementgebühren und Mindestanlagebeträge deutlich niedriger als bei nicht börsennotierten Private Equity-Anlagen, die sich in der Regel ausschließlich an institutionelle Investoren richten. Zwar kann Listed Private Equity den Anlegern eine hohe Rendite ermöglichen, dafür ist das Risiko aber auch relativ hoch. Daher sollten – wie auch bei klassischem Private Equity – nur professionelle Anleger in diese Anlageform investieren.
Weltweit gibt es rund 250 börsennotierte Private Equity-Gesellschaften – die meisten davon (knapp 150) in Europa.