Warum schadet eine falsche Finanzmarktregulierung dem deutschen Mittelstand?

Private Equity spielt als Finanzierungalternative für mittelständische Unternehmen in Deutschland eine große Rolle. Wenn die Banken kein ausreichendes Kapital zur Verfügung stellen, greifen nämlich immer mehr deutsche Unternehmer auf Beteiligungskapital zurück. Dies ist auch im Hinblick auf die Regulierungsvorhaben in Brüssel entscheidend: Beteiligungskapital darf als Finanzierungsinstrument nicht geschwächt werden. Die Geschäftsmodelle aller Akteure am Finanzmarkt wurden im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise hinterfragt. Das ist verständlich, schließlich hat die Krise für viel Ernüchterung im Hinblick auf die Stabilität der Finanzsysteme gesorgt. Deswegen verwundert auch der Ruf nach Regulierung nicht. Die Private Equity-Branche unterstützt eine Regulierung daher ausdrücklich. Diese muss aber sachgerecht und verhältnismäßig sein. Durch Private Equity fließen Milliardenbeträge – auch aus dem Ausland – in deutsche Unternehmen. Es ist Kapital, das vor allem den deutschen Mittelstand mit Kapital und Know-how stärkt. Die Kapitalmärkte müssen dafür offen bleiben. Deshalb setzt sich der BVK dafür ein, Regulierungen der Finanzmärkte nicht nur auf EU-Ebene, sondern weltweit eng abzustimmen. Auch darf es nicht zu einer Diskriminierung Private Equity-finanzierter Unternehmen kommen, indem beispielsweise diesen gesonderte Berichtspflichten auferlegt werden. Der Gleichbehandlungsgrundsatz darf nicht verletzt werden. Deutschland braucht Wachstum, Wachstum braucht Kapital – Private Equity kann dieses Kapital bereitstellen. Dieser Kapitalfluss darf nicht durch eine kurzsichtige Regulierung gefährdet werden.