Plündert Private Equity Unternehmen aus?

Nein! Private Equity-Gesellschaften sind am nachhaltigen Wachstum der Unternehmen interessiert, in die sie investieren. Wenn Private Equity Unternehmen ausplündern würden, indem sie beispielsweise die Forschundsaufaben drastisch kürzen oder wichtige Unternehmensteile verkaufen würden, wüden sie nicht nur dem Unternehmen schaden, sondern sich auch selbst beschädigen. Es ist in ihrem ureigensten Interesse, dass die Unternehmen werthaltiger werden und wachsen. Nur so können diese eines Tages mit Gewinn verkauft oder an die Börse gebracht werden. Würden sie Unternehmen plündern, gäbe es die Branche schon längst nicht mehr. Wenn Private Equity-Gesellschaften Teile eines Unternehmens verkaufen, dann hat dies beispielsweise zum Ziel, sich auf die Kernkompetenz des Unternehmens zu fokussieren. Da agiert Private Equity nicht anders, als es jeder andere gute Eigentümer tut. Der Verkauf von bestimmten Unternehmensteilen mit dem Ziel, das Unternehmen besser aufzustellen, ist ein normaler wirtschaftlicher Prozess und daher kein Private Equity-spezifisches Phänomen. Die Rendite von Private Equity ist nicht dem Ausnutzen von übersehenen Unterbewertungen zu verdanken, sondern dem Schaffen eines unternehmerischen Mehrwerts. Das zeigt auch die durchschnittliche Haltedauer der Portfoliounternehmen, die drei bis sieben Jahren beträgt.