Nach welchen Kriterien wählen die Private Equity Gesellschaften ihre Investitionsunternehmen aus?

Bevor sich Private Equity-Gesellschaften an einem Unternehmen beteiligen, prüfen sie das Unternehmen sehr genau – genauso wie auch die Eigentümer des Unternehmens die Private Equity-Gesellschaft genau prüfen. Eine Beteiligung von Private Equity ist immer eine Partnerschaft auf Zeit, die von beiden Seiten im Vorfeld genau überdacht wird. Die Private Equity-Investoren bewerten Unternehmenskonzept und -strategie sowie die Marktchancen der Produkte. Auch schauen sie sich an, wie das Unternehmen finanziert ist, es findet eine sehr genaue Buchprüfung statt (die sogenannte Due Diligence). Ganz wichtig ist auch das Management des Unternehmens. Denn Private Equity wird nicht Teil des Managements des Unternehmens sondern übt eine aktive Gesellschafterrolle als Teil des Beirat oder Aufsichtsrat des Unternehmens aus. Es liegt also im Interesse der Private Equity-Gesellschaft, dass das Management an Bord bleibt. Hier spielt auch die menschliche Seite eine wichtige Rolle – die Chemie zwischen Management und Private Equity-Investor muss stimmen. Im Gegensatz zu Banken geht der Blick von Beteiligungsgesellschaften vor allem in die Zukunft, d.h. die Investoren versuchen zu ermitteln, welche Zukunftschancen das Unternehmen besitzt, in das sie investieren.