Ist Private Equity in Deutschland tatsächlich so, wie es in der ARD-Serie Eine für alle dargestellt wird?

Nein, die Sendung spiegelt nicht die Praxis von Private Equity in Deutschland wieder. Die Kernaussagen der Serie sind vor allem zwei Punkte: Private Equity vernichtet Arbeitsplätze und plündert Unternehmen aus. Beide Behauptungen sind falsch.

Private Equity-Gesellschaften vernichten natürlich nicht willkürlich Arbeitsplätze. Beteiligungsgesellschaften haben stattdessen ein großes Interesse daran, dass die Firmen, in die sie investieren, überdurchschnittlich wachsen. Ihr Ziel ist es, Firmen weiterzuentwickeln. Dies führt in vielen Fällen auch zu zusätzlichen Arbeitsplätzen. Es kann zwar sein, dass im Zuge von Umstrukturierungs- und Anpassungsprozessen Arbeitsplätze abgebaut oder ausgelagert werden. Dies sind jedoch Prozesse, die in jedem Unternehmen vorkommen und nicht davon abhängen, ob ein Unternehmen Private Equity-finanziert ist, oder nicht. Mehr dazu finden Sie hier: http://tinyurl.com/p2l2h5

Beteiligungsgesellschaften sind am nachhaltigen Wachstum der Unternehmen interessiert, in die sie investieren. Durch die Investition in ein Unternehmen liegt es im ureigenen Interesse der Beteiligungsgesellschaft, dass das Unternehmen werthaltiger wird und wächst. Nur so lässt sich das Unternehmen später mit Gewinn verkaufen oder an die Börse bringen. Die Rendite von Private Equity ist nicht dem Ausnutzen von übersehenen Unterbewertungen zu verdanken, sondern dem Schaffen eines unternehmerischen Mehrwerts. Das zeigt auch die durchschnittliche Haltedauer der Portfoliounternehmen, die drei bis sieben Jahren beträgt. Mehr dazu finden Sie hier: http://tinyurl.com/qdzsjw