Gibt es durch Private Equity mehr Börsengänge in Deutschland?

Börsengänge (Initial Public Offering, IPO) sind für Private Equity-Gesellschaften eine Möglichkeit, ihre Beteiligung an einem Unternehmen nach der vereinbarten Investitionsdauer abzugeben. Während der Wirtschafts- und Finanzkrise hat die Zahl der IPOs in Deutschland abgenommen. Doch für das aktuelle Jahr ist mit einem Aufschwung zu rechnen, denn viele Private Equity-Gesellschaften planen den Börsengang von Portfoliounternehmen. Investmentbanker erwarten für die kommenden Monate in Deutschland die ersten Milliarden-Börsengänge seit gut zwei Jahren.
Es wird berichtet, dass beispielsweise für den größten deutschen Kabelnetzbetreiber, Kabel Deutschland, ein milliardenschwerer Börsengang geplant ist. Das Unternehmen, das zu fast 90 % der Beteiligungsgesellschaft Providence Equity Partners gehört, bevorzuge einen Börsengang. Auch weitere Unternehmen in Besitz von Kapitalbeteiligungsgesellschaften sind für einen IPO in diesem Jahr im Gespräch, unter anderem der Chemikalienhändler Brenntag und der Druckzulieferer Flint .
Der BVK hat im Rahmen seiner IPO-Studien festgestellt, dass Private Equity-finanzierte Unternehmen in den letzten Jahren mehr als die Hälfte der Börsenneulinge in Deutschland ausgemacht hatten.