Erhalten Private Equity-Manager hohe Bonuszahlungen?

Nein! Das Vergütungsmodell Private Equity hängt nicht vom kurzfristigen Erfolg ab. Im Gegenteil: Erst nachdem ein Private Equity Fonds nach etwa zehn Jahren erfolgreich abgeschlossen ist und die Investoren ihre Einlagen plus einer Mindestverzinsung erhalten haben, profitieren auch die Private Equity-Manager vom Erfolg. Da sie in ihre eigenen Fonds mit eigenem Kapital investieren – dies geschieht im Interesse der übrigen Investoren, damit der Investment-Manager das gleiche Risiko trägt wie sie selbst – erhalten die Private Equity-Manager dann auch einen Kapitalertrag aus den Fondsgewinnen, den sogenannten Carried Interest. Daneben beziehen Private Equity-Manager ein festes monatliches Gehalt, dass sich aus der jährlichen Vergütung der Fondsmanagementleistung ergibt. Die Höhe dieser sogenannten Management Fee wird zu Beginn der Fondslaufzeit mit den Investoren vertraglich vereinbart und speist sich aus dem Fonds. Bei Private Equity sind kurzfristige Bonuszahlungen also völlig unüblich – sie entsprechen auch nicht dem langfristigen Charakter des Private Equity-Geschäfts.