Die Private Equity-Branche fordert Steuertransparenz – was bedeutet das?

Ein zentrales Merkmal eines jeden Fonds – egal ob Wertpapier-Fonds oder eben Private Equity-Fonds – ist die Steuerneutralität: Jeder Investor versteuert den auf ihn entfallenden Anteil der Erträge aus den Kapitalinvestitionen auf seiner Ebene in seinem Heimatland nach seinen persönlichen Besteuerungsmerkmalen. Steuerneutralität entspricht dem internationalen Standard. Nur so sind die Fonds international wettbewerbsfähig und können mit anderen Fonds weltweit um das Kapital der großen Kapitalsammelstellen konkurrieren. Steuerneutralität lässt sich nur durch Steuertransparenz erreichen, also durch die Qualifikation der Anlagetätigkeit als vermögensverwaltend. Fonds ohne steuertransparente Struktur, also gewerbliche, sind nicht steuerneutral und kommen damit für internationale Kapitalsammelstellen für eine Investition nicht in Frage. Bereits heute sind deutsche Private Equity-Fonds in der Regel steuertransparent – jedoch nur auf Basis von Verwaltungsanweisungen und nicht auf Basis eines Gesetzes. Darunter leidet die Rechtssicherheit. Rechtsunsicherheit ist wachstumshemmend. Deshalb setzt sich der BVK für einen klaren gesetzlichen Rahmen mit einer klar definierten Steuertransparenz. Steuerausfälle sind durch die Schaffung eines solchen Gesetzes nicht zu befürchten. Denn Steuertransparenz dient lediglich der Gewährleistung von Steuerneutralität, nicht aber der ungerechtfertigten Steuerersparnis.