Beteiligen sich Private Equity-Gesellschaften ausschließlich an nicht-börsennotierten Unternehmen?

In der Regel beteiligen sich Private Equity-Gesellschaften an Unternehmen, die nicht an der Börse gelistet sind. Bei diesen Unternehmen können Beteiligungsgesellschaften durch ihr Kapital, ihr Knowhow und ihre Unterstützung den Unternehmen zu Wachstum und Erfolg verhelfen – unabhängig von dem Einfluss eines heterogenen, oft anonymen Aktionärs- und Investorenkreises, ohne den Druck des Kapitalmarkts und den Pflichten, die sich aus einer Börsennotierung ergeben. Es gibt aber Ausnahmen: Beteiligungsgesellschaften investieren auch in ausgesuchte börsennotierte Unternehmen, wenn diese ungenutztes Wachstumspotenzial aufweisen, dass durch eine Private Equity-Beteiligung gehoben werden kann. Die Unternehmen können während der Beteiligung an der Börse verbleiben, oder sie werden im Rahmen eines Delistings von der Börse genommen. Beispiele für solche Beteiligungen sind Versatel, ProSiebenSat1, Alno, P&I, Süd-Chemie und D+S Europe. Gemessen an der Zahl der insgesamt in Deutschland jährlich mit Private Equity finanzierten Unternehmen sind Beteiligungen an gelisteten Firmen aber äußerst selten.