Ab welcher Betriebs- bzw. Umsatzgröße engagieren sich Beteiligungsgesellschaften?

Für Private Equity gibt es keine grundsätzlichen Mindestgrenzen, diese hängen vom jeweiligen Investitionsschwerpunkt der Beteiligungsgesellschaften ab und werden dementsprechend individuell festgelegt. Die meisten in Deutschland mit Private Equity finanzierten Unternehmen gehören zum Segment kleiner und mittelgroßer Unternehmen. Im Jahr 2009 beschäftigten mehr als 75 % der Unternehmen, an denen Private Equity-Gesellschaften beteiligt sind, weniger als 100 Mitarbeiter. In nur 3 % der Unternehmen arbeiten mehr als 1.000 Beschäftigte. Gut drei Viertel der mit Private Equity finanzierten Unternehmen erzielten Umsätze von weniger als 10 Mio. €. Das zeigt deutlich, dass Beteiligungsgesellschaften nicht nur in sehr große Unternehmen investieren – auch wenn in den Medien meist vor allem über solche Beteiligungen berichtet wird.
Venture Capital-Gesellschaften investieren in Unternehmen in der Gründungsphase, auch wenn noch keine Umsätze erzielt werden und die Mitarbeiterzahlen im einstelligen Bereich liegen. Daneben existieren Gesellschaften, die in kleine Mittelständler investieren. Es gibt aber auch Beteiligungsgesellschaften, die hinsichtlich Umsatz oder Unternehmenswert gewisse Mindestgrößen der Unternehmen voraussetzen.
Wo diesbezüglich der Schwerpunkt einer Beteiligungsgesellschaft liegt, ist dem Mitgliederverzeichnis des Bundesverbandes deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) unter www.bvkap.de zu entnehmen.