Sulfurcell: Innovation für eine effiziente und kostengünstige Solartechnik

Im Bereich der Solarindustrie wird ständig nach neuen technologische Ansätzen gesucht, um das Potenzial der alternativen Energieerzeugung voll auszuschöpfen. Heute ist es mithilfe von sehr dünn beschichteten Solarmodulen möglich, effizient, kostengünstig und flexibel Energie aus Sonnenstrahlen zu gewinnen.

Das Berliner Unternehmen Sulfurcell setzte bereits 2001 auf diese innovative Technologie und bekam im Jahr 2005 dafür den Innovationspreis Berlin-Brandenburg. Die von Sulfurcell hergestellten Dünnschichtsolarmodule sind nicht nur sehr effizient, sondern auch vielseitig einsetzbar, z.B. auf Dächern oder an Fassaden von Immobilien. Sie werden vor allem dann verwendet, wenn ein hoher Wirkungsgrad und eine ästhetische Optik gefordert werden.

Sulfurcell ist heute weltweit führend im Bereich der Herstellung von Dünnschichtsolarmodulen. Am Anfang der Erfolgsgeschichte stand lediglich ein grobes Produktionskonzept, das Dr. Nikolaus Meyer und Ulfert Rühle gemeinsam mit dem Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie (HZB) entwickelt hatten.

Starke Finanzierungspartner und Berater gefunden

Bei der Gründung des Unternehmens 2001 fehlte zunächst ausreichend Kapital, um die Technologie der Dünnschichtsolarmodule zur Marktreife zu bringen. Bald fanden sich in der Venture Capital-Gesellschaft Ventegis und der IBB Beteiligungsgesellschaft zusammen mit den strategischen Investoren Vattenfall und Gaz de France sowohl Partner zur Finanzierung dieses Vorhabens als auch Berater im unternehmerischen Alltag. Im folgenden Jahr konnte Sulfurcell den Bau der Pilotproduktion starten und mit der Herstellung der Solarmodule beginnen. Insgesamt wurden hierfür rund 25 Mio. Euro zur Verfügung gestellt. 2005 war es dann soweit: Sulfurcell präsentierte während der europäischen Photovoltaik-Konferenz in Barcelona seine ersten marktreifen Solarmodule. Im Jahr darauf startete das Unternehmen die Vermarktung seines Produkts über namhafte Großhändler. Von da an ging es nur noch aufwärts.

Seit Anfang 2010 produziert Sulfurcell auf einer neuen Anlage im Technologiepark Berlin-Adlershof Solarmodule. Während der Grundsteinlegung im Februar 2009 blickte Nikolaus Meyer, Gründer und Geschäftsführer von Sulfurcell, optimistisch in die Zukunft: "Für uns bedeutet der Neubau einen entscheidenden Schritt. Wir können nun die jährliche Produktionskapazität von drei auf jährlich 50 MW steigern“. Seitdem wurde das Team auf mittlerweile 250 Mitarbeiter verstärkt. Am Bau der neuen Fertigungsanlage lässt sich neben den rein ästhetischen Vorzügen der innovativen Technologie auch deren zukunftsweisender Einsatz erkennen. Die dezent schwarzen Solarmodule fügen sich nahtlos in die Architektur des Gebäudes ein und machen es darüber hinaus vollkommen energieautark.

Technologische Führerschaft und globales Wachstum

Die Entwicklung von Sulfurcell ist eine Erfolgsgeschichte, die ihre Fortsetzung in der globalen Expansion nehmen soll. Technologische Führerschaft im Bereich der Dünnschichtphotovoltaik ist die Grundlage des Wachstums. Die neue Produktion ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zu ehrgeizigen Wachstumszielen, der Sulfurcell durch die Unterstützung von Ventegis und IBB möglich wurde. "Seit Anfang unserer Zusammenarbeit leisten Ventegis und IBB großartige Arbeit und sind zwei wichtige Partner für den Erfolg von Sulfurcell", so Gründer Meyer.