S+T Fassaden: Familienunternehmen auf Erfolgskurs

Es ist die Geschichte eines beherzten Gründers und seines Familienunternehmens – kein Einzelfall, aber ein Erfolgsbeispiel: Die S+T Fassaden GmbH wurde vor nahezu zwei Jahrzehnten von Bernd Teichmann in Kiel gegründet. Teichmann war zuvor lange in einem ähnlich gelagerten Betrieb tätig, bevor ihn 1991 der Unternehmergeist packte und er sich entschied: Das kann ich auch selbst und die S+T Fassaden GmbH gründete.

Im Jahr 1993 kam Bernd Schröter - Schwiegersohn von Teichmann – dazu, seit 1996 ist er Geschäftsführer bei S+T Fassaden. Schröter war Zuständig für die technische Abwicklung der Aufträge, Teichmann für den kaufmännischen Part. Diese Besetzung hat von Anfang an gut funktioniert und das Verhältnis zwischen Bernd Schröter und seinem Schwiegervater war immer sehr harmonisch: "Ich hätte als junger Mensch sicher nicht immer den Mut für die unternehmerischen Entscheidungen gehabt, und sicher hätte ich auch nicht die Verantwortung alleine schultern mögen. So bin ich langsam in diese Position hineingewachsen und trage zum Zeitpunkt des Ausscheidens meines Schwiegervaters die volle Verantwortung und das notwendige Wissen, um sichere Entscheidungen zu treffen", berichtet Schröter. So ganz nebenbei ist auf diesem Weg auch die Unternehmensnachfolge ideal gelöst.

Das junge, im Bereich der Fassadenherstellung tätige Unternehmen stand schnell auf sicheren Füßen. Während Teichmann S+T Fassaden 1991 mit fünf Angestellten - zwei Geschäftsführern, von denen einer 1993 ausschied, einer Verwaltungskraft und zwei Monteuren gründete, waren es 1996 schon rund 40 Mitarbeiter. Zwar reduzierte sich die Zahl in den Folgejahren zunächst aufgrund der Krise in der Bauwirtschaft, aber es ging wieder aufwärts: 2006 waren 50 Arbeitnehmer bei S+T Fassaden beschäftigt, heute sind es über 60.

Kiel blieb dann auch nicht dauerhaft Sitz des Unternehmens: Heute konzentriert sich die Produktion und Organisation - neben verschiedenen Verkaufsbüros und Niederlassungen - südlich von Rostock. Im Fokus des Unternehmens stehen hochwertigen Aluminium-Fassaden, Aluminium-Dächern und Fenster. Damit ist S+T Fassaden eines der wenigen spezialisierten Unternehmen für die gesamte Außenhaut eines Gebäudes und entwickelte sich mit einer Vielzahl anspruchsvoller Projekte schnell zu einem führenden Anbieter von Komplettlösungen.

Dass die Entscheidung für die Selbständigkeit richtig war und sich ausgezahlt hat, ist heute nicht nur Teichmann und Schröter klar. Die Unternehmenskennzahlen sprechen für sich: Seit 2003 sind die Umsätze von 7,1 Mio. auf zuletzt 13,5 Mio. Euro angestiegen. Zum Erfolg des Unternehmens beigetragen hat auch die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Mecklenburg Vorpommern mbH, die S+T Fassaden im Jahr 2006 mit einer stillen Beteiligung Kapital in Höhe von 300.000 Euro zur Verfügung stellte. Denn zu diesem Zeitpunkt wurde vom Unternehmen ein Thermokopplungselement für Dach- und Fassadensysteme der Metallleichtbauweise entwickelt und am Markt eingeführt. Für diesen wichtigen Schritt wurde zusätzliches Kapital benötigt. Die Investition hat sich gelohnt: Auf diesem Weg konnte eine energetische Verbesserung von Dachkonstruktionen erreicht werden. Mit der Einbindung des Thermokopplungselementes konnten zudem die hohen Anforderungen der Wärmeschutzverordnung für Gebäude vollständig erfüllt werden. Aktuell hat S+T Fassaden die Bestätigung der Patentanmeldung und der Zulassung vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBT).

"Den Tipp für die MBG Mecklenburg-Vorpommern bekamen wir übrigens von der Ostseesparkasse Rostock, unserer Hausbank", berichtet Bernd Schröter. "Es hat von Anfang an gut geklappt und ist bis heute eine sehr konstruktive Zusammenarbeit. Das könnten wir uns auch noch einmal vorstellen".