Solarzellenhersteller Q-Cells: Technologie made in Germany

Beteiligungskapital verhalf deutschem Technologieunternehmen zu einzigartigem Wachstum

Es ist eine deutsche Erfolgsgeschichte wie sie im Buche steht und auch eine Erfolgsgeschichte für Private Equity: In einem ostdeutschen Industriegebiet nahe Bitterfeld wollten drei junge Wissenschaftler und ein Unternehmensberater Solarzellen produzieren. Zehn Jahre später ist aus dieser Vision der weltweit größte Solarzellenhersteller und eines der am schnellsten wachsenden Unternehmen Deutschlands geworden. Möglich gemacht wurde diese Entwicklung auch durch die langjährige Unterstützung von Kapitalbeteiligungsgesellschaften, die dem Konzept der Gründer von Anfang an Vertrauen schenkten.

Q-Cells wurde 1999 von Anton Milner, Reiner Lemoine, Holger Feist und Paul Grunow gegründet. Zwei Jahre später lief die erste Solarzelle vom Band – zu diesem Zeitpunkt hatte Q-Cells gerade einmal 19 Mitarbeiter. Doch das Technologieunternehmen wuchs schnell – auch dank vieler Partner, die dem jungen Unternehmen nicht nur Kapital sondern auch ihr Know-how und ihre Netzwerke zur Verfügung stellten. Im ersten Schritt wurde Q-Cells von zwölf Business Angels unterstützt, die das Grundkapital zur Verfügung stellten. Auch die IBG Beteiligungsgesellschaft war durch ein stilles Darlehen von Beginn an mit im Boot. Wenig später beteiligte sich außerdem die DKB Wagniskapital Unternehmensbeteiligungsgesellschaft – deren Schwerpunkt auf der Frühphasenfinanzierung liegt – gemeinsam mit einem auf Energietechnologie ausgerichteten Fonds eines privaten Investors. Sie alle glaubten an das Potenzial von Q-Cells. Zu Recht: Durch die erfolgreiche Wagniskapitalfinanzierung hatte sich Q-Cells im Frühjahr 2004 so einzigartig entwickelt, dass die international aufgestellte Private Equity-Gesellschaft Apax mit 11,5 Mio. Euro einstieg. Mit diesem Partner konnte Q-Cells noch stärker wachsen und sich auf den Märkten etablieren. Apax brachte den Solarzellenhersteller schließlich an die Börse – die Emission war 40-fach überzeichnet. Das Unternehmen hatte damit einen noch größeren Finanzierungsspielraum, um zusätzliche Investitionen in Technologie-Diversifikation zu tätigen.

 

Heute steht Q-Cells glänzend da: Der Umsatz des vergangenen Jahres belief sich auf rund 859 Mio. Euro – 2006 waren es noch 539 Mio. Derzeit arbeiten rund 2.000 Angestellte für das Unternehmen, über 700 Arbeitsplätze wurden allein im letzten Jahr in der strukturschwachen Region in Ostdeutschland geschaffen. Um die Position als Weltmarktführer weiter zu stärken will Q-Cells künftig die Kapazitäten am Standort Bitterfeld-Wolfen weiter ausbauen und in Malaysia und Mexiko weitere Produktionsstätten errichten.

Ein mittelständisches Unternehmen auf Wachstumskurs, das wie kaum ein anderes Unternehmen die Stärke der deutschen Wirtschaft und insbesondere die Bedeutung des Technologiestandorts Deutschland demonstriert. Private Equity hat das Unternehmen bei seinem Wachstumskurs von der Wagniskapitalfinanzierung bis hin zu einer Mehrheitsbeteiligung begleitet und mit dem Börsengang sein Engagement erfolgreich abgeschlossen.