Schütz Dental Group: Private Equity unterstützt Familienunternehmen bei Wachstumskurs

Das Traditionsunternehmen Schütz Dental stand im Frühjahr 2005 vor einer richtungweisenden Veränderung: Eigentümer Horst Schütz hatte nach 42 Jahren im Unternehmen beschlossen, sich aus dem operativen Geschäft zurückzuziehen.

Bis dahin hatte er die Schütz Dental-Gruppe mit ihren Geschäftsbereichen Zahntechnik, Praxismaterialien, Laser und Implantologie zu einem der weltweit führenden Hersteller von Dentalprodukten gemacht. Mit Schütz‘ Rückzugentscheidung war aber klar, dass es eine familiäre Lösung für das Nachfolgeproblem nicht geben würde und auch ein Verkauf an die Konkurrenz kam für den 64-jährigen Unternehmer nicht in Frage: „Wir wollten Kunden und Geschäftspartnern signalisieren, dass Kontinuität in unserer Geschäftspolitik gewahrt bleibt. Bei einem Verkauf an einen Wettbewerber wäre dies nicht gewährleistet gewesen.“


Deswegen haben Schütz und seine Manager Wolf Zientz und Dr. Thomas Niem frühzeitig eine für das Unternehmen optimale Alternative entworfen: Ein Management Buy-Out (MBO), also ein Verkauf von Unternehmensanteilen an das bestehende Management. „Wir erkannten rasch, dass ein MBO allen möglichen Alternativen weit überlegen ist: das gilt sowohl für uns Manager, die wir nun endlich echte Unternehmer werden und die eigenen Ideen umsetzen konnten, als auch für das Unternehmen, das in der gewohnten Form weiter bestehen konnte“, berichtet Zientz. Da die beiden Manager die Finanzierung allein nicht stemmen konnten, holten sie sich als Geldgeber und für eine professionelle Unterstützung die Bayern LB Private Equity ins Boot, eine auf mittelständische Beteiligungen spezialisierte Tochter der Bayerischen Landesbank. Neben den Managern und der Bayern LB Private Equity behielt auch Horst Schütz einen Teil der Firma und blieb somit weiterhin Miteigentümer. Dass er weiterhin an wichtigen Entscheidungen beteiligt sein würde, war dem Unternehmensgründer ein Herzensanliegen und spielte bei der Entscheidung für Private Equity und gegen einen Wettbewerber als Investor eine zentrale Rolle.

 

In den Folgejahren begleiteten die Investoren den neuen Kurs mit Wissen und langjähriger Erfahrung im Beteiligungsmarkt und stellten das notwendige Kapital für weiteres Wachstum zur Verfügung. Heute arbeiten etwa 150 Mitarbeiter in dem Unternehmen in Rosbach, nahe Frankfurt am Main, die einen Umsatz von rund 30 Mio. € erwirtschaften. Die Bayern LB hält bis heute ihre Anteile an dem Unternehmen.

Im Februar dieses Jahres besuchte die SPD-Bundestagsabgeordnete Nina Hauer das Unternehmen und zeigte sich positiv überrascht: „Schütz Dental ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie mittelständische Unternehmen und Kapitalbeteiligungsgesellschaften voneinander profitieren“, resümiert Hauer nach dem Rundgang durch das Unternehmen. „Ich bin auch beeindruckt von der Innovationskraft dieses Unternehmens. Man merkt, dass es gut geführt wird und auch den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen eine Perspektive bietet.“