Premiere: Pay TV-Sender investiert in neue Technologien

Der Münchner Bezahlsender Premiere war ursprünglich Teil der KirchMedia-Gruppe und stand mit der Insolvenz der Muttergesellschaft 2002 zum Verkauf. 2001 machte das Unternehmen einen Umsatz von knapp 800 Millionen Euro und einen Verlust (Ebitda, Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen), der mit 775 Millionen Euro fast ebenso groß war. Die schlechte Geschäftsentwicklung von Premiere war mit verantwortlich für die Insolvenz der Gruppe.


Die Zahl der Abonnenten lag damals bei 2,4 Millionen. Der Finanzinvestor Permira übernahm Premiere aus der Insolvenzmasse heraus. In dem Bieterverfahren war Permira am Ende als einziger Interessent verblieben. Gemeinsam mit dem Premiere-Management schaffte Permira einen beeindruckenden Turnaround: Einerseits durch ein straffes Kostenmanagement und andererseits durch die Investition in eine neue Technologie, die unberechtigte Nutzung verhinderte. Zwei Jahre nach der Übernahme (2005) erzielte Premiere einen Umsatz von 1,074 Milliarden Euro und ein positives Ergebnis (Ebitda) von 138 Millionen Euro. Im März 2005 wurde Premiere an der Frankfurter Börse platziert.

Trotz zwischenzeitiger Rückschläge durch den Verlust der Fußball-Bundesligarechte gelang Premiere die nachhaltige Gesundung. Für das laufende Geschäftsjahr 2007 prognostiziert der Bezahlsender einen Umsatz von rund einer Milliarde Euro bei einem Ergebnis (Ebitda) von 80 bis 100 Millionen Euro. Die Zahl der direkten Abonnenten liegt bei 3,5 Millionen.