Oechsler AG: Konservative Lösung für innovative Ideen

Im Jahr 2000 brach für die Oechsler AG eine neue Zeit an: Das Unternehmen, spezialisiert auf die Anfertigung technischer Bauteile und Baugruppen für die Automobil- und Medizintechnik, hatte sich von einer Personen- in eine Kapitalgesellschaft umgewandelt und damit eine wegweisende strategische Weiterentwicklung eingeleitet. Die seit 1864 bestehende Oechsler AG hatte sich mit Beginn des neuen Jahrtausends große Ziele gesetzt.

Der Baugruppenlieferant wollte expandieren und den internationalen Markt erobern. Entscheidend für die Vergrößerung war das angestrebte Engagement im Mobilfunkbereich: „Nicht zuletzt haben wir aber vor dem Hintergrund der zum Teil exzessiven Entwicklung auf dem Neuen Markt eine eher konservative und eben langfristige Lösung für unsere Expansionsfinanzierung gesucht, was rückblickend eine richtige Entscheidung gewesen ist“, so Claudius Kozlik, Vorstand der Oechsler AG. Mit dem Erfolg kam der Wunsch zur Internationalisierung – eine eigenständige Tochterfirma in China wurde gegründet. Doch für diese Projekte waren finanzielle Mittel notwendig.

VR Equitypartner als starken Partner gefunden

So kam die VR Equitypartner (damals noch WGZ Initiativkapital) als Beteiligungsgesellschafter ins Spiel. Mit ihr zusammen konnte genügend finanzieller Spielraum für die Expansion gewährleistet werden. Und nicht nur das: Mittlerweile fungiert die VR Equitypartner auch als Ratgeber in allen Finanzierungsfragen, die über die eigentliche Beteiligung hinausgehen. Auch in schwierigen Zeiten stand die VR Equitypartner Oechsler als Sparringspartner zur Seite. 2006 fiel mit der Pleite von BenQ - einer der weltweit größten Hersteller von hochwertigen LCD-Displays, Projektoren, Notebooks, Digitalkameras, Speichermedien, Tastaturen und Mäusen- der umsatzstärkste Kunde weg. Doch Oechsler hat aus der Krise und dem schnelllebigen Kommunikationsgeschäft gelernt: Kurze Entwicklungszeiten, eine hohe Anzahl paralleler Projekte oder schnelle und steile Markteinführungen garantieren Erfolg.

Wie die meisten Automobilzulieferer wurde jedoch auch die Oechsler AG von der Wirtschaftskrise des vergangenen Jahres zunächst hart getroffen. Um das Ausmaß abzufangen, mussten neue Lösungen her: Unter hohem Zeit- und Leistungsdruck wurde die Kosten- und Liquiditätsstruktur verbessert. Auch hier profitierte Oechsler wieder vom breiten Beteiligungsportfolio der VR Equitypartner und ihrem großen Erfahrungsschatz. „In intensiven Workshops, die ein von der VR Equitypartner gestellter, erfahrener Berater moderierte erlangten wir Ergebnisse, mit denen die Krise gemeistert werden konnte“, so Kozlik.

Positiver Blick in die Zukunft dank sehr guter Umsätze

Inzwischen ist der Umsatz der Oechsler AG im Vergleich zum Krisenjahr 2009 um 30% gestiegen. Seit dem Einstieg der VR Equitypartner im Jahr 2000 hat er sich – trotz des Ausfalls des umsatzstärksten Kunden in 2006 - nahezu verdoppelt. Das Unternehmen hat überdurchschnittlich von der überraschend schnellen Erholung der Konjunktur profitiert, da Oechsler-Produkte besonders häufig in Premiumfahrzeugen zu finden sind und somit stark vom derzeitigen Export-Boom profitieren.

Im Laufe der Jahre ist die VR Equitypartner zu einem „wertvollen Begleiter, Berater und Partner für den Weg Oechslers in die Zukunft“ geworden, unterstreicht Kozlik. Da die VR Equitypartner quasi als Evergreen-Fonds konzipiert ist, steht sie bei ihren Investments nicht unter Zeitdruck. „Im Moment gibt es für uns keinen erkennbaren Grund, bei der Oechsler AG kurzfristig auszusteigen“, bekennt sich Völker zu dem bayerischen Betrieb. Und schließlich zählt Oechsler heute zählt zu den führenden Unternehmen der Kunststoff verarbeitenden Industrie.