Meine Spielzeugkiste: Barbie, LEGO, Playmobil …

Spielzeuge über Spielzeuge türmen sich im Kinderzimmer während das Kind längst das Interesse verloren und sich neuen Dingen zugewandt hat. Das Berliner Start-up-Unternehmen Meine Spielzeugkiste hat sich diesem Phänomen angenommen. Eltern können hier kostengünstig hochwertiges Kinderspielzeug online mieten, neue Marken kennenlernen und diese ausgiebig testen. Das Geschäftsmodell überzeugt mit Flexibilität: Kunden können sich jeden Monat neu entscheiden, welches Abo-Paket sie in Anspruch nehmen wollen. Das ausgeliehene Spielzeug kann beliebig lange behalten und bei Bedarf sogar gekauft werden. Der (Rück-) Versand erfolgt kostenlos, ebenso wie die Online-Beratung, welches Spielzeug zum Kind passen könnte. Gebrauchtes Spielzeug kann zudem eingeschickt und für soziale Projekte, wie beispielsweise SOS-Kinderdörfer, gespendet werden. Als Dank für dieses Engagement erhält der Kunde einen Gutschein für die nächste Spielzeugkiste. Meine Spielzeugkiste ist vom Geschäftsmodell die erste ihrer Art in Europa und folgt innovativ dem Trend der „Share-Economy“.

Das junge Unternehmen unter Leitung der Geschäftsführer Florian Spathelf und Florian Metz kann seit seiner Gründung 2012 einen wachsenden Erfolg verbuchen. Um der großen Nachfrage im ersten dreiviertel Jahr nachzukommen, setzten Spathelf und Metz auf Crowdinvesting über die Plattform Companisto. Mit Erfolg: Schon innerhalb von 10 Tagen überzeugte die Idee zahlreiche Mikroinvestoren und sicherte ein Startkapital von 100.000 €! Mittlerweile investierten bereits 871 „Companisten“ über 450.000€ in die Spielzeugkiste. Damit wurden auch größere Investoren auf das junge Unternehmen aufmerksam, sodass kurz darauf die Beteiligung der Venture Capital-Gesellschaft „German Startups Group“ sowie von Business Angels und anderen Investoren folgte. Die Investoren fungieren dabei nicht nur als Geldgeber von wichtigem Wachstumskapital, sondern unterstützen die Geschäftsführer auch mit ihrer Marktexpertise und ihrem Branchennetzwerk. 

„Meine Spielzeugkiste“ überzeugt durch hohe Kundenloyalität und Markentreue zum geliehenen Spielzeug. 20% der Kunden kaufen das ausgeliehene Spielzeug und mehr als jeder zweite kauft ein weiteres Spielzeug der ursprünglich geliehenen Marke. Durch wachsende und tiefgehende Kooperationen mit Herstellern wurden die Einkaufspreise gesenkt und die Logistik optimiert, sodass die Spielzeugkiste in punkto Lieferzeiten mit den ganz Großen wie Amazon mithalten kann. Dennoch bleibt „Meine Spielzeugkiste“ dabei persönlich: Dank Social Media, Blogs, Email-Kontakten, Kooperationen mit Onlineportalen und Produkttests gehen Mitarbeiter direkt auf die Bedürfnisse der Kunden ein. „Die große Resonanz, die wir durch Medien, Geldgeber, vor allem aber durch unsere Kunden erfahren, ist überwältigend. Die heutige Elterngeneration teilt unsere Nachhaltigkeitsgedanken und gibt diesen an die Kinder weiter. Das ist großartig“, resümiert Spathelf.

Die Bekanntheit von Meine Spielzeugkiste wuchs rasant, nachdem die beiden Gründer im Herbst 2014 ihr Unternehmen in der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ vorstellten. Zwei der fünf finanzstarken Löwen glaubten an die Idee und investierten. Die Spielzeugkiste wird nun durch weitere Unternehmensbeteiligungen von dem Erlebnisunternehmer Jochen Schweizer über die Jochen Schweizer Ventures, und dem Internetinvestor Frank Thelen unterstützt. Schweizer äußert sich begeistert von der Geschäftsidee: „Meine Spielzeugkiste“ spricht ein völlig neues Konsumverhalten an, setzt auf Nachhaltigkeit und eignet sich auch hervorragend als Gutschein und Geschenk.“ Nicht nur die gesteigerte Aufmerksamkeit von Spielzeugherstellern und somit neuen Kooperationsverträgen kommen dem Spielzeugkistenteam zugute. In Zusammenarbeit mit dem Experten
Frank Thelen konnte das Start-up seinen Internetauftritt verbessern und den Mietprozess drastisch vereinfachen. Geschäftsführer Florian Spathelf gibt sich optimistisch: „Ab sofort wird unser Spielzeug zu mieten so einfach sein, wie
mit dem Smartphone ein Taxi zu bestellen.“ Durch den Erfolg wird in Zukunft vor allem Expertise im Bereich Marketing und Vertrieb gefragt sein. Hierbei wird das Berliner Start-up dann verstärkt durch die Jochen Schweizer Ventures unterstützt, die auf 25 Jahre Erfahrung in Marketing und Vertrieb der Jochen Schweizer Unternehmensgruppe zurückgreifen kann. Für die Spielwarenbranche ist das Geschäftsmodell von Meine Spielzeugkiste richtungsweisend. Der Branche, die traditionell noch vom stationären Handel lebt und den Onlinemarkt noch nicht sehr weit durchdrungen hat, wird ein neuer Absatzweg geboten. Meine Spielzeugkiste ist dem Markt somit einen entscheidenden Schritt voraus. Manchmal kann aus einer kleinen Idee etwas Großes heranwachsen, oder wie Florian Spathelf sagt: „Wir haben einen Nerv getroffen“.