KSK: Der Lack ist auch nach 25 Jahren noch nicht ab

Hochwertige Qualität kombiniert mit Erfahrung aus einem Vierteljahrhundert Tätigkeit. Mit dieser Formel hat sich KSK Industrielackierungen GmbH & Co. KG aus Geilenkirchen einen Namen gemacht und avancierte zum Spezialisten in der Automobilindustrie. Lange Zeit wurde sie dabei von der Aachener Beteiligungsgesellschaft S-UBG AG begleitet. Der Finanzierungspartner hat nach nunmehr 25 Jahren sein Engagement im Unternehmen beendet. „Eine so lange Beteiligung ist zwar ungewöhnlich, bestätigt aber, dass Beteiligungsgesellschaften als Evergreen-Fonds wie die S-UBG ohne zeitlichen Druck und auf Augenhöhe mit ihren Portfoliounternehmen zusammen arbeiten“, meint Harald Heidemann, Vorstand der S-UBG Aachen. Er blickt zufrieden auf die langjährige Partnerschaft zurück. Im Beteiligungszeitraum begleitete die S-UBG nicht nur Wachstumsprojekte, sondern auch zwei Nachfolgen und die Ablösung ausscheidungswilliger Gesellschafter im Unternehmen.

Die Erfolgsgeschichte des Unternehmens begann 1974. Damals startete die KSK als kleine Autolackiererei im Westen Nordrhein-Westfalens. Die neue Technologie, die damals weltweit patentiert wurde, revolutionierte nicht nur den Markt für Autoteile. Geebnet wurde dieser Weg auch durch das vom geschäftsführenden Gesellschafter Bert Krückel in den 90er Jahren entwickelten Gießlackverfahren. Durch die neue Technologie, die damals weltweit patentiert wurde, wurde nicht nur der Markt für Autoteile revolutioniert. Bei großen Automobilbauern, die insbesondere über die glatten Oberflächen, die durch die neue Technik erreicht werden konnten, beeindruckt waren, wuchs das Interesse. Der Erfolg währt bis heute: Ob Außenspiegel oder Stoßstange, Millionen von Fahrzeugen unterschiedlicher Automobilhersteller enthalten mittlerweile ein von KSK lackiertes Karosserieteil.

Mit dem größer werdenden Kundenkreis wuchs seinerzeit allerdings auch der Druck auf das Unternehmen. Alte Produktionsstätten hielten der wachsenden Nachfrage nicht mehr stand und mussten vergrößert werden. Um anschlussfähig zu bleiben, erwarb die KSK daher Bauland und errichtete neue Lackierhallen, in denen modernere robotergesteuerte Lackiermaschinen Platz fanden. Auch die Lackierverfahren, bzw. die Lacksysteme wurden weiterentwickelt. Das Angebotsspektrum von Bauteilen und Komponenten wurde komplettiert und ausgebaut.

In dieser wichtigen Zeit des Umbaus wandte sich das Unternehmen an die Aachener Beteiligungsgesellschaft S-UBG und gewann sie als Finanzierungspartner. Für die Kapitalgeber war die innovative Lackiertechnik des Unternehmens überzeugend: „Entscheidend ist ein deutliches Alleinstellungsmerkmal, welches eine überzeugende Wettbewerbsposition verspricht“, erinnert sich Heidemann. „Im Fall von KSK hat uns das seinerzeit neue Lackierverfahren sofort überzeugt, da kein anderes Unternehmen etwas Vergleichbares vorweisen konnte.“

Auch Egbert Symens, Geschäftsführer von KSK Industrielackierungen, bezeichnet die Zusammenarbeit mit der S-UBG als gewinnbringend für sein Unternehmen: „Die S-UBG hat uns gerade in dieser für uns wichtigen Zeit sowohl mit Kapital als auch ihrem unternehmerischen Know-how sehr geholfen. Heute sind wir für die Zukunft gut aufgestellt.“ Der unternehmerische Erfolg lässt sich an den Zahlen ablesen: Der Umsatz des Unternehmens stieg in den 25 Jahren Beteiligung von 3,5 auf mehr als 35 Millionen Euro und aus den einst 80 Mitarbeitern sind mittlerweile knapp 400 geworden. Heute zählt KSK damit zu den größten Arbeitgebern in der Region Aachen. 2008 trennte sich die S-UBG von ihren Unternehmensanteilen und unterstützte KSK Industrielackierungen fortan mittels einer Mezzanine-Finanzierung. 2009 trat Daniel Karpfinger, der Sohn des Firmengründers Toni Karpfinger, die Nachfolge von Herrn Krückel an und nahm neben Egbert Symens einen Platz in der Geschäftsführung ein. Die Beziehung zwischen KSK Industrielackierungen und S-UBG basierte stets auf Vertrauen und Transparenz. Entscheidend, so Heidemann, sei stets die Offenheit zwischen Unternehmer und Investor: „Wenn man vertrauensvoll miteinander arbeiten kann, gewinnen beide Seiten – und das auf lange Sicht.“