Fruitwork: Mit Beteiligungskapital zum Allround-Snackanbieter

Wir essen sie als Snacks geröstet und gesalzen, als Beimischung zum morgendlichen Müsli oder als schnellen und gesunden Energielieferanten bei körperlicher oder geistiger Anstrengung: Nüsse und Trockenfrüchte gehören heute zu einer gesundheitsbewussten Ernährung. Die Fruitwork Gruppe sorgt dafür, dass diese Produkte in den Handel und damit in die Reichweite der Verbraucher gelangen.

Der Handel mit Nüssen und Trockenfrüchten hat für Fruitwork eine hohe Bedeutung: 2010 wurde damit ein Umsatz von über 50 Millionen Euro erzielt. Neben den Ganzjahresartikeln belebt vor allem das Weihnachtsgeschäft den Nuss- und Trockenfrüchtemarkt.

Darüber hinaus hat sich Fruitwork mit dem Handel von konventionell und biologisch angebautem Obst einen festen Platz am Markt geschaffen. So ist die Gruppe mit einem Marktanteil von rund 30 % als Händler für Bio-Bananen mit über 40.000 Kisten pro Woche auch in diesem Segment einer der führenden Anbieter im Markt. Den Schwerpunkt der Aktivitäten bilden jedoch die Nüsse und Trockenfrüchte.

Über den großen Teich auf den heimischen Teller

Bis aber die Ware in der geforderten Qualität und Menge auf der Ladentheke landet, muss zuvor ein großes Rad in Gang gesetzt werden: Jedes Jahr im Oktober geht es los. Dann wird in Kalifornien, dem Hauptanbaugebiet für Walnüsse und Mandeln, mit der Ernte begonnen, um sicherzustellen dass rechtzeitig zur Weihnachtszeit die Verbraucher in Deutschland Nüsse und Nusskerne auf ihren Weihnachtstellern finden. Bis Anfang Dezember muss die Ware geerntet, aus Übersee transportiert, gereinigt und verpackt sein, um vom Verbraucher gekauft werden zu können. Fruitwork selbst vertreibt an den deutschen Lebensmitteleinzelhandel alleine rund 6.000 Tonnen Walnüsse pro Jahr. Bei einer Gesamtnachfrage von ca. 13.000 Tonnen, die auf den Gabentischen in Deutschland landen, nimmt damit der Anteil, der von Fruitwork beschafft, verarbeitet und verkauft werden muss, rund die Hälfte ein. Um diese Menge zu bewegen, sind rund 300 Überseecontainer notwendig. Fruitwork verlädt die Ware zwecks Weiterverarbeitung, wo sie nochmals kontrolliert, sortiert und verpackt wird. Diese Veredlung geschieht nonstop rund um die Uhr von Ende Oktober bis Mitte Dezember.

Aber nicht nur Walnüsse für Weihnachten, auch Erdnüsse sorgen für regen Umsatz bei Fruitwork. Von dem Ganzjahresartikel werden 6000 Tonnen pro Jahr in rund 350 Containern vertrieben. Nach der Weiterverarbeitung sind dies dann rund 20.000 Paletten oder 600 LKW-Ladungen, die zum Kunden gebracht werden.

Ratgeber für Geschäftsausbau gesucht

Armin Griese gründete gemeinsam mit einem Partner 1999 das Unternehmen. Zunächst wurden Nüsse und Trockenfrüchte gehandelt. Die Bio-Produkte kamen sechs Jahre später hinzu. Mit Blick auf die weiteren Chancen im Markt – der Expansion in die angrenzenden europäischen Länder, aber auch das konsequente Durchdringen des deutschen Marktes kamen die Gründer bald in eine Situation, in der sie für den weiteren Weg einen Partner gesucht haben, der nicht nur mit finanziellen Mitteln, sondern insbesondere mit Rat und Expertise Sparring-Partner für die operativen Manager sein konnte.

Diesen Partner hat Armin Griese mit der Beteiligungsgesellschaft capiton gefunden. Obwohl minderheitlich beteiligt, ist capiton vollwertiger Partner mit Blick auf den weiteren Ausbau des Geschäftes. Mit Minderheitsanteilen hat capiton über die Jahre eine hohe Expertise ausbauen können. „Dank Capiton an unserer Seite konnten wir unser Geschäft deutlich ankurbeln und expandieren. Unser nächstes Ziel ist die Erweiterung des Snackangebots, außerdem wollen wir den Handel mit Bio-Bananen weiter steigern. Ich denke, dass uns das gelingt, da wir durch Capiton sowohl Beteiligungskapital als auch Know-how geboten bekommen, dass uns bislang sehr gut vorangebracht hat“, blickt Griese in die nahe Zukunft.

Unternehmensinformation:


Standort: Hamburg
Gründungsjahr: 1999
Mitarbeiterzahl (aktuell): 20
Umsatz letztes Geschäftsjahr: rd. 90 Mio. €
Investoren: Manager, capiton III
Beteiligungszeitraum: seit 2008