Cumulocity: Internet-der-Dinge Software Plattform seit 2010


Wenn der Kühlschrank weiß, dass die Milch alle ist und automatisch online neue nachbestellt und via PayPal bezahlt... Wie werden in einer immer technisch komplexer werdenden Welt die einzelnen Dinge miteinander verknüpft? Die Antwort liegt in Software Lösungen des sogenannten “Internet-der-Dinge“.

Genau auf diese Art von Software hat sich das Düsseldorfer Unternehmen Cumulocity spezialisiert. Das junge Unternehmen entwickelt eine Cloud Software Plattform, auf die weltweit von unterschiedlichen Geräten aus zugriffen werden kann. Die Unternehmen die die Cumulocity Software Plattform einsetzen, haben mitunter ganz unterschiedliche Ansprüche und Bedürfnisse: Die Deutsche Telekom beispielsweise vermarktet die „Cloud der Dinge“ in Deutschland, basierend auf der Cumulocity Software. Industrielle Kunden wie Dürkopp Adler oder Certuss steuern, visualisieren und analysieren mithilfe des Software-as-a-Service Angebotes der Telekom ihre Produktionsmaschinen und können ihr Business innovativ vorantreiben. Geräte mit einer SIM-Karte wie beispielsweise Verkaufsautomaten können mit der Cumulocity-Software gesteuert und mit dem Produktbestand verknüpft werden. Automaten, Verkäufe sowie Inventarbestand werden in Echtzeit verbunden und in einer zentralen Management-Applikation zur Verfügung gestellt.

Gegründet im Jahr 2010 im kalifornischen Silicon Valley, machte sich das Unternehmen 2012 als Spin-offs des Nokia Siemens Networks selbstständig. Nach dem Spin-off fand Cumulocity Unterstützung und Finanzierung beim HighTech Gründerfonds (HTGF) und dem finnischen Investor Verso Ventures als Seed-Investoren. Benjamin Erhart, Investment Director beim HTGF ist überzeugt: „In unserer zunehmend digitalisierten und vernetzten Welt werden intelligente und benutzerfreundliche IT-Lösungen immer gefragter. Besonders das „Internet of Things wird in der Zukunft eine große Rolle spielen. Uns hat das innovative Businessmodell von Cumulocity überzeugt, langfristig und nachhaltig mit ihnen zusammenzuarbeiten.“ Im Anschluss gewinnt das Team über den HTGF-Private-Investors-Circle einen weiteren Privatinvestor, der in der Folgezeit einen mittleren einstelligen Millionen-Betrag investiert hat.

In der Zeit der Auslagerung mussten binnen kürzester Zeit der Austritt, der IP-Übergang, das Start-up-Setup und die Finanzierung des neuen Unternehmens organisiert werden. Hier ermöglichten die belastbaren Vertragsstandards und die strukturierten Prozesse des HTGF einen reibungslosen Start. Bernd Groß, CEO von Cumulocity betont: „Der HTGF setzt neue Maßstäbe in der aktiven Unterstützung von jungen Unternehmen in Deutschland. Das sehr gut ausgebaute Netzwerk bildet darüber hinaus die Grundlage für erfolgreiche Anschlussfinanzierungen.“

Cumulocity hat es heute zum Marktführer als unabhängige, industrielle Internet-der-Dinge-Plattform geschafft. Weltweit wird Cumulocity in über 20 Daten Center von weit über 100 Kunden eingesetzt die teilweise vollständig auf Cumulocity-Software setzen. Diese hat den großen Vorteil, individualisierbar, anwendungsorientiert, offen und langfristig für die unterschiedlichsten Anwendungsbiete einsetzbar zu sein. Zukünftig will CEO Bernd Groß die außereuropäische Internationalisierung vorantreiben um Partnern und Kunden in Ländern wie USA, China, Indien, Japan und Australien von den Vorzügen  der Softwarelösungen überzeugen. Hierbei kann er sich der tatkräftigen Unterstützung des HTGF sicher gewiss sein.


 

https://www.cumulocity.com/

Standort: Düsseldorf (HQ), Warschau (R&D), Lissabon (R&D)
Regionalbüros: Hannover Deutschland, Niederlande, UK, Finnland, Lettland
Gründungsjahr: 2010
Mitarbeiter: 50
Investoren: HighTech Gründerfonds, Verso Ventures, HCS
Beteiligungszeitraum: seit 2010