Venture Capital / Wagniskapital

Google kennt heute nahezu jeder. Zwei Amerikaner gründeten das Unternehmen 1998 um eine Suchmaschine zu entwickeln, die bessere Suchergebnisse liefert als alle anderen. Aus der Idee wurde Wirklichkeit. Google ist mittlerweile der größte Suchanbieter der Welt und hat einen Wert von rund 120 Milliarden Euro. Möglich wurde dieser Erfolg unter anderem dadurch, dass die junge Firma in ihrer kritischen Startphase eine Finanzhilfe erhielt. Dies geschah aber nicht durch Banken – diese zweifelten nämlich an den Chancen von Google – sondern durch Wagniskapitalgeber, engl.: Venture Capital-Firmen, die wie die Gründer selbst an die Idee glaubten.

Erfolgsgeschichten wie Google gibt es viele. Und oft sind Wagniskapital-Firmen daran beteiligt. In den USA und Großbritannien sind sie bereits Legende: Gesellschaften wie die Kalifornische Sequoia Capital, die Unternehmen wie Amazon, Skype oder Yahoo groß gemacht hat. Aber auch in Deutschland werden immer mehr junge, innovative Firmen mit Wagniskapital versorgt.

Das betrifft nicht nur Internetunternehmen, an die man bei dem Begriff Startup meist als erstes denkt. Wagniskapital finanziert Innovationen in allen Branchen: Biotechnologie, Telekommunikation, Maschinenbau und viele andere. Dabei ist Wagniskapital ein Teil von Private Equity, d.h. die Kapitalbeteiligung eines Investors an einem Unternehmen, der später seine Anteile wieder verkaufen wird.

Wagniskapital hilft in erster Linie Unternehmern, die zunächst nur mit einer Vision starten. Es erleichtert ihnen den schweren Start bis das Unternehmen auf eigenen, soliden Füßen steht. Wagniskapital-Firmen sind folglich stets auf der Suche nach neuen Ideen und denken oft ebenso mutig und visionär wie die von ihnen geförderten Unternehmensgründer selbst.